PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
(Dow Jones Newswires)
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
CHEMIE - Der Chemiemanager Rainer Seele warnt vor gravierenden Folgen für die Industrie durch den Iran-Krieg. Auch nach einer möglichen Öffnung der Straße von Hormus werde es keine ausreichende Nachfrage geben. "Ich fürchte, dass das Vertrauen der Kunden und Konsumenten noch brüchiger wird", sagte er im Interview mit dem Handelsblatt. Seele leitet das globale Chemiegeschäft des Ölriesen Adnoc aus Abu Dhabi. Von dort blicke er besorgt auf Europa. "Bei der Basischemie sehe ich schwarz. Da investiert niemand, dazu ist der Kostennachteil viel zu hoch." (Handelsblatt)
STROMBETRIEB - Die EU-Kommission will Europas Wirtschaft auf Strom umstellen. Dafür will sie noch diesen Sommer ein eigenes Elektrifizierungsziel einführen: Es soll festlegen, wie stark Verkehr, Gebäude und Industrie künftig mit Öko- und Atomstrom statt mit Öl, Gas oder Kohle betrieben werden. Energiekommissar Dan Jorgensen sagte dem Handelsblatt, die Ölkrise infolge des Iran-Kriegs zeige erneut, dass die EU rasch auf heimische Energiequellen umsteigen muss, bei denen sie nicht auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen ist. (Handelsblatt)
BATTERIESPEICHER - Die Bundesnetzagentur will die Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher nicht vorzeitig beenden. Das sagte Behördenchef Klaus Müller dem Handelsblatt. Am Mittwoch will er einen Zwischenstand zu einer Reihe von Regelungen bekannt geben, die aktuell unter der Abkürzung AgNes verhandelt werden. "Beim Thema Kapazitätsentgelte für Speicher standen wir vor einer schwierigen Abwägung zwischen Wirksamkeit und Vertrauensschutz und haben uns entschieden, den Vertrauensschutz höher zu gewichten", sagte Müller. Damit entschärft die Behörde einen Vorgang, der für Aufruhr gesorgt hatte. (Handelsblatt)
WINDKRAFT - Der Chef des größten europäischen Windturbinenherstellers hat gefordert, "nicht-westlichen" Konkurrenten den Verkauf in der EU zu untersagen, und warnte vor der empfundenen Bedrohung durch chinesische Technologie für die Sicherheit und die industrielle Zukunft der Union. Nach Ansicht von José Luis Blanco, Vorstandsvorsitzender des Hamburger Unternehmens Nordex, ist die EU mit ihren Regulierungsvorschlägen, wonach nur solche Projekte öffentliche Fördermittel erhalten, die Ausrüstung aus der EU verwenden und "risikoreiche" Lieferanten ausschließen müssen, nicht weit genug gegangen. Viele Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien fielen nicht unter diese Regelungen. (Financial Times)
FLUGGESELLSCHAFTEN - Große europäische Fluggesellschaften müssen jeweils mit zusätzlichen Kosten in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro rechnen, sollte Brüssel den CO2-Zuschlag auf Flüge aus der EU ausweiten. Dies geht aus einer Analyse eines Vorschlags zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen hervor. Prognosen des Beratungsunternehmens Transition Metrics zeigen, dass die Fluggesellschaften Lufthansa, die British-Airways-Mutter IAG Group und Air France-KLM am stärksten betroffen wären, mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 1,8 Milliarden bzw. 1,7 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr könnten die Kosten für jede Airline auf mehr als 2 Milliarden Euro steigen. (Financial Times)
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May 27, 2026 00:59 ET (04:59 GMT)
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