PRESSESPIEGEL/Unternehmen

(Dow Jones Newswires)

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

VOLKSWAGEN - Volkswagen unternimmt ungewöhnliche Schritte, um potenzielle Interessenkonflikte bei dem Verkauf seiner Motorensparte Everllence zu vermeiden. Dazu gehören die Forderung nach Geboten in versiegelten Umschlägen und die Erzwingung des Rückzugs mehrerer Aufsichtsratsmitglieder aus dem Prozess. Drei von europäischen Milliardärsfamilien sowie katarischen und kanadischen Geldern unterstützte Buyout-Gruppen wurden laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen gebeten, in der nächsten Woche endgültige Gebote abzugeben, wobei das Ergebnis von einem von Arbeitnehmervertretern dominierten Gremium entschieden wird. Die Schritte würden die Bemühungen des Autobauers unterstreichen, Befürchtungen zu zerstreuen, dass EQT einen unfairen Vorteil haben könnte, nachdem sich EQT für ein gemeinsames Gebot mit den VW-Großaktionären Porsche Automobil Holding und Qatar Investment Authority zusammengetan hat, so die Personen. (Financial Times)

VOLKSWAGEN - Der Autobauer Volkswagen drosselt die Produktion des Nischenmodells T-Roc Cabrio in seinem Werk in Osnabrück. Der Werksurlaub werde um eine Woche verlängert, zudem gebe es zusätzliche produktionsfreie Tage, sagte eine Unternehmenssprecherin. Hintergrund sei die für Cabrios übliche saisonale Nachfrageentwicklung: Diese Fahrzeuge würden vor allem im Frühjahr und Sommer bestellt, während die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte typischerweise zurückgehe. Der VW-Konzernbetriebsrat erklärte, die ursprüngliche Planung, wonach das Volumen des T-Roc Cabrio bis September nächsten Jahres reichen sollte, sei hinfällig. Der Vorstand müsse den Beschäftigten in Osnabrück nun eine Perspektive bieten. Früher hatte der Autobauer Karmann in Osnabrück Coupés und Cabrios auf Basis des VW Käfer gebaut. Laut Volkswagen soll das T-Roc Cabrio noch bis kommendes Jahr dort gebaut werden. Danach ist die Zukunft der Fabrik mit 2.300 Mitarbeitern offen. (Reuters)

COMMERZBANK - Zum Jahresende sollte Schluss sein für Commerzbank-Risikovorstand Bernd Spalt. Im Februar hatte das Institut angekündigt, Spalt wolle sich zukünftig verstärkt seiner Familie in Wien widmen. Doch die muss nun wohl noch etwas länger auf ihn warten. Nach Platow-Informationen soll sich Spalt gegenüber dem Aufsichtsrat bereit erklärt haben, vorerst weiterzumachen. Das dürfte auch mit der von Unicredit vorangetriebenen Übernahmeschlacht zu tun haben, die gerade eskaliert ist. (Platow)

DESTINUS - Der Produzent von Marschflugkörpern Destinus strebt Insidern zufolge 2027 an die Börse. Schon jetzt fährt das Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden die Produktion massiv hoch und bereitet eine Finanzierungsrunde im dreistelligen Millionenbereich vor. "Wir wollen ein europäisches Verteidigungsunternehmen aufbauen, das über Generationen hinweg Bestand hat", sagte Gründer Mikhail Kokorich dem Handelsblatt. Kokorich hat Destinus gemeinsam mit Oleksandr Dayljuk, dem früheren ukrainischen Finanzminister, gegründet. Für kurze Zeit konzentrierte sich die Firma auf die Entwicklung von Überschallfliegern. Nach dem Beginn des Ukrainekriegs 2022 fokussierte sich Destinus komplett auf den Rüstungssektor. Mit der etwa 200 Millionen Euro schweren Übernahme des Schweizer KI-Softwareunternehmens Daedalus stemmte Kokorich im vergangenen Jahr die erste Übernahme. (Handelsblatt)

ITALO - Der italienische ICE-Konkurrent Italo lehnt es ab, seinen für 2028 geplanten Start in Deutschland um drei Jahre zu verschieben. Das sagte dessen Vorstandschef Gianbattista La Rocca dem Handelsblatt. Im Streit über den Zugang zum deutschen Schienennetz, bei dem Italo statt der bislang jährlich zu verlängernden Genehmigung eine Zusage über zehn bis 15 Jahre fordert, hatte Bahn-Chefin Evelyn Palla auf Brüssel verwiesen. 2031 werde dort die Trassenvergabe ohnehin neu geregelt. Ob es sinnvoll sei, kurz davor ein anderes Modell einzuführen, bezweifele sie. (Handelsblatt)

HUAWEI - Als die US-Regierung im Mai 2019 beschloss, Huawei von US-Chips, Software und Halbleiterfertigungstechnologie abzuschneiden, sahen die meisten Analysten dies als ein Todesurteil für den chinesischen Tech-Giganten. Nun ließ He Tingbo, Leiterin von Huaweis Chip-Sparte HiSilicon, einen internen Brief zirkulieren, in dem sie das Verbot als die "dunkelsten Tage" bezeichnete, aber enthüllte, dass das Unternehmen sich fast ein Jahrzehnt lang auf das vorbereitet hatte, was sie ein "extremes Überlebensszenario" nannte. Laut einer Kopie des Briefes, die der FT vorliegt, hatte Huawei in Erwartung, dass ausländische Zulieferer eines Tages abgeschnitten werden könnten, Backup-Chips für seine gesamte Produktpalette entwickelt. (Financial Times)

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June 17, 2026 00:27 ET (04:27 GMT)