MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Autosektor nach BMW-Warnung schwach

(Dow Jones Newswires)

DOW JONES--Europas Börsen sind uneinheitlich in den Handel am Mittwoch gestartet. Während die gesamteuropäischen Börsen leicht zulegen, drückt ein schwacher Automobilsektor nach einer heftigen Gewinnwarnung von BMW auf den DAX. Übergeordnet im Blick steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Bis zu dieser dürften sich die Anleger zurückhalten. Es wird erwartet, dass die US-Währungshüter das aktuelle Zinsniveau bestätigen werden.

Umso spannender wird der geldpolitische Ausblick. In der Zwischenzeit wird eine Zinserhöhung im laufenden Jahr nicht mehr vollständig eingepreist. Die aktuelle Sitzung wird auch der erste Auftritt des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh. US-Präsident Donald Trump hat diesen eingesetzt, um rasch Zinssenkungen durchzusetzen. Diesem Wunsch dürfte Warsh nicht schnell folgen.

Insgesamt wird das Börsenumfeld im Handel als freundlich beschrieben, vor allem unterstützt durch den weiter nachgebenden Ölpreis. Brent notiert bei 78,33 Dollar das Fass und nähert sich damit Niveaus zu Ausbruch des Iran-Kriegs.

Der autolastige DAX verliert 0,3 Prozent auf 24.840 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es dagegen 0,3 Prozent nach oben. Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro bei 1,1607 Dollar wenig verändert. An den Anleihemärkten ist es ruhig.

Am Freitag soll das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA zur Beilegung des Konflikts unterschrieben werden. Auch danach bleiben die Unsicherheiten hoch, vor allem der Konflikt zwischen Israel und Hisbollah könnte immer wieder für Unruhe sorgen. Das Rahmenabkommen selbst wird wohl knapp ausfallen, wichtige Details wie etwa die Zukunft des iranischen Atomprogramms sollen erst in künftigen Verhandlungen geklärt werden.

Die heftige Gewinnwarnung von BMW zieht größere Kreise. Wegen des schwierigen China-Geschäfts wird die EBIT-Marge im Segment Automobile nun bei 1 bis 3 Prozent statt 4 bis 6 Prozent gesehen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) des Segments dürfte 1 bis 5 Prozent statt 6 bis 10 Prozent erreichen.

Die schwache Entwicklung in China sei vor allem marktbedingt und könne deshalb auch als negatives Signal für andere europäische Autobauer wie Mercedes-Benz und Volkswagen gewertet werden, die ebenfalls mit Gewinnwarnungen reagieren könnten, warnt RBC. BMW fallen um 7,1 Prozent. Im Gefolge geben VW 2,2 Prozent, Porsche AG 1,8 Prozent oder Mercedes 3 Prozent nach.

Während der Autosektor insgesamt kriselt, läuft es für die Automobilplattform Auto1 rund. Wie das Unternehmen anlässlich seines Kapitalmarkttags mitteilte, strebt es im Privatkundengeschäft ein langfristiges Absatzwachstum von 20 bis 40 Prozent pro Jahr an, im Unternehmenskundengeschäft (Merchant) von 10 bis 15 Prozent. Die Prognose für das laufende Jahr wurde bestätigt. An der Börse kommen die Ziele gut an - für die Aktie geht es 10 Prozent nach oben.

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INDEX                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           6.272,88   +0,3      15,46        6.257,42        8,3 
Stoxx-50                5.334,35   +0,3      13,68        5.320,67        8,5 
DAX                    24.839,93   -0,3     -70,48       24.910,41        1,4 
MDAX                   32.781,33   +0,6     194,79       27.039,42        7,1 
TecDAX                  3.972,14   +0,1       5,60        3.091,28        9,7 
SDAX                   18.458,22   +0,2      35,10       13.062,07        7,5 
FTSE                   10.478,14   -0,2     -16,07       10.494,21        5,5 
CAC                     8.461,41   +0,2      14,14        8.447,27        3,8 
SMI                    13.774,79   +0,1      13,26       13.761,53        3,8 
ATX                     6.481,00   +0,6      35,96        6.445,04       21,7 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 22:13 
EUR/USD                   1,1607    0,0     0,0000          1,1607     1,1606 
EUR/JPY                   185,98   -0,1    -0,2600          186,24   186,2600 
EUR/CHF                   0,9184   -0,3    -0,0023          0,9207     0,9207 
EUR/GBP                   0,8649   +0,1     0,0006          0,8643     0,8645 
USD/JPY                   160,21   -0,2    -0,2400          160,45   160,4600 
GBP/USD                   1,3418   -0,1    -0,0008          1,3426     1,3422 
USD/CNY                   6,7574   +0,0     0,0012          6,7562     6,7562 
USD/CNH                    6,757   +0,0     0,0009          6,7561     6,7573 
AUS/USD                   0,7063   -0,0    -0,0003          0,7066     0,7063 
Bitcoin/USD            65.383,12   -0,6    -397,51       65.780,63  65.677,97 
 
ROHOEL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  75,34   -0,9      -0,71           76,05 
Brent/ICE                  78,33   -0,8      -0,63           78,96 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.326,58   -0,1      -3,55        4.330,13 
Silber                     70,04   -0,2      -0,13           70,17 
Platin                  1.785,55   -1,0     -18,59        1.804,14 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
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June 17, 2026 03:55 ET (07:55 GMT)