Anleger-News

Aktionen, Hintergründe und mehr: Hier veröffentlichen wir fortlaufend Infos zu Themen, die für Sie als Anleger besonders relevant sind.

Rüstungsaktien im Fokus: Anlegertrends an der Börse Stuttgart

 

Rüstungsunternehmen stehen derzeit stärker denn je im Rampenlicht der Finanzmärkte. Während sie viele Jahre von Anlegern gemieden wurden, hat sich das Bild in Zeiten geopolitischer Krisen und wachsender Verteidigungsausgaben deutlich gewandelt. Doch welche Rüstungsaktien zählen gerade an der Börse Stuttgart zu den Favoriten? Und wie diskutieren Anleger Chancen und ethische Herausforderungen dieser Branche?

 

Antworten darauf liefert unser neues Whitepaper – bislang exklusiv im Anlegerclub, jetzt erstmals für alle verfügbar. Das Whitepaper bietet einen fundierten Überblick über die meistgehandelten Rüstungswerte und ETFs, ordnet die Marktentwicklung ein und beleuchtet wichtige gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Sicherheit und Verantwortung.

 

Jetzt Whitepaper kostenlos lesen und informieren, welche Rüstungsaktien bei Anlegern aktuell besonders im Fokus stehen!

Santa Claus Rallye: Kommt zum Jahreswechsel das Börsen-Plus?

 

Viele Anleger hoffen zum Jahresende traditionell auf die "Santa Claus Rallye" – das Muster steigender Kurse zwischen den letzten Handelstagen im Dezember und den ersten Januartagen. Historisch war dieses Phänomen in vier von fünf Jahren zu beobachten, doch auch 2025 bleibt ein erfolgreicher Jahreswechsel ungewiss. Warum Anleger das Phänomen verfolgen, aber nicht blind auf Statistik vertrauen sollten, lesen Sie im aktuellen Faktencheck.

 

► Mehr erfahren

Gold, Silber & Co. unter der Lupe: Exklusiver Marktbericht im Anlegerclub

 

Ob Gold, Silber, Platin oder Palladium – Edelmetalle stehen wieder im Mittelpunkt bei Anlegern, die ihr Portfolio diversifizieren möchten. Unser neuer exklusiver Marktbericht im Anlegerclub der Börse Stuttgart beleuchtet, welche Rolle Edelmetalle in der aktuellen Marktlage spielen, liefert kompaktes Basiswissen und beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Chancen und Risiken.

 

► Mehr erfahren und jetzt den Marktbericht "Edelmetalle" lesen!

Börsengang: Thyssenkrupp-Tochter TKMS startet an der Börse 

 

Der Marineschiffbauer TKMS ist am 20. Oktober 2025 an die Börse gegangen und damit erstmals eigenständig am Kapitalmarkt notiert. Der Börsengang folgt auf die Abspaltung vom Mutterkonzern thyssenkrupp, der weiterhin 51 Prozent der Anteile hält. Die Aktien starteten mit einer Erstnotiz von 60 Euro und erreichten im Verlauf des Tages ein Hoch von 104,30 Euro.

 

Im Rahmen der Abspaltung erhielten Aktionärinnen und Aktionäre für jeweils 20 thyssenkrupp-Aktien automatisch eine TKMS-Aktie, die durch die Depotbanken eingebucht wurde. Bruchstücke wurden über die Börse veräußert und der Erlös gutgeschrieben. Am Tag des Börsendebüts notierten thyssenkrupp-Aktien rund ein Fünftel niedriger, was laut Unternehmen im Zusammenhang mit der Abspaltung steht.


TKMS entstand aus der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW), deren Ursprünge bis 1838 reichen. Das Unternehmen beschäftigt rund 8.300 Mitarbeitende an Standorten in Kiel, Wismar, Itajaí (Brasilien) sowie in Hamburg, Bremen und Emden.


Nach eigenen Angaben ist TKMS Weltmarktführer für konventionelle U-Boote und baut auch Fregatten sowie Korvetten. Der Auftragsbestand umfasst aktuell unter anderem zehn U-Boote der Klasse 212CD für Deutschland und Norwegen; das Auftragsvolumen gibt das Unternehmen mit 18,5 Milliarden Euro an. Im Dezember genehmigte der Haushaltsausschuss des Bundestages vier weitere Boote.


TKMS konkurriert außerdem um internationale Großaufträge, darunter einen Auftrag für kanadische U-Boote. Der Börsengang von TKMS ist Teil der strategischen Neuausrichtung von thyssenkrupp. Die Aktienzuteilung an Anteilseigner sowie die regulatorischen Voraussetzungen wurden im Vorfeld geregelt. 

Immer informiert über weitere Unternehmensnachrichten – jetzt die Newsletter der Börse Stuttgart abonnieren.

Investmentideen für Dividenden-Investoren abseits der üblichen KI-Unternehmen

 

KI beflügelt deutsche Internetwirtschaft 

 

Dies titelte die Tagesschau Ende September. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll die deutsche Internetwirtschaft boomen und in den kommenden fünf Jahren jährlich um durchschnittlich fast 10% wachsen. Allerdings nur in der Theorie, denn eine unzureichende Infrastruktur droht dieses Wachstum zu bremsen. Wie im Artikel nachzulesen ist, braucht es vor allem eine ausreichende Verfügbarkeit von digitalen Infrastrukturen wie Rechenzentren sowie günstiger Energie.  

 

Nichts leichter als das, können wir bequem in entsprechende Unternehmen investieren. Aber auch abseits der üblichen KI-Gewinner gibt es in der zweiten Reihe interessante Unternehmen und sogar Hidden-Player die man heute noch nicht als Gewinner der neuen Technologie wahrnimmt. Auf diese unterschiedlichen Investitionsmöglichkeiten sowie auf Verlierer des KI-Booms, möchte ich heute in meinem umfangreichen und ersten Beitrag hier im Anlegerclub der Börse Stuttgart eingehen.  

 

Und damit herzlich Willkommen und ein großes Dankeschön an die Börse Stuttgart für die Möglichkeit die mir hier gegeben wird. Schreibt mir gern eure Fragen und Anmerkungen sowie thematische Vorschläge für meine monatliche Kolumne mit dem Fokus auf Dividendenaktien. anlegerclub@boerse-stuttgart.de

 

Anleger setzen auf bekannte KI-Unternehmen  

 

Üblicherweise orientieren sich Anleger beim Thema KI zwangsläufig an Unternehmen wie Nvidia und anderen Chipherstellern, an Microsoft und Alphabet oder auch an Amazon, Apple und Meta. Diese und weitere Unternehmen werden direkt als Profiteure der KI-Entwicklung gesehen und erzielten damit einen Großteil ihrer Kursgewinne in den letzten Jahren - und sind damit auch hauptverantwortlich für die Kursrekorde bei den US-Indizes. Das Problem für uns Dividenden-Investoren besteht oft darin, dass es hier in der Regel keine oder kaum nennenswerte Dividenden gibt und die Bewertungen dieser Unternehmen mitunter auch weit weg von günstig sind. Die Bewertungs-Multiple sind derart hoch, dass man sich realistisch fragen muss, ob und wann sich die extremen KI-Investitionen rechnen werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass heutige Mega-Investitionen, später hohe Abschreibungen bedeuten. Gerade für einen Einstieg in solche Werte ist oftmals das Chance-Risiko-Verhältnis ungünstig und dazu die Ertragsausbeute nicht relevant. 

 

Um den vollständigen Artikel zu lesen loggen Sie sich bitte hier ein - Sie finden den Beitrag dann direkt im News-Bereich des Anlegerclubs. 

Um den vollständigen Artikel zu lesen loggen Sie sich bitte hier ein - Sie finden den Beitrag dann direkt im News-Bereich des Anlegerclubs. 

 

Zinswende in den USA – Anleger richten den Blick auf Europa

 

Die US-Notenbank hat den Zinssenkungszyklus eingeleitet – ein Schritt, der nicht nur die Kapitalmärkte in den Vereinigten Staaten bewegt, sondern auch die Erwartungen europäischer Anleger beeinflusst. Jens Furkert, Leiter des Anleihenhandels an der Börse Stuttgart, ordnet die Entwicklungen ein und erklärt, warum die Lage diesseits des Atlantiks deutlich anders aussieht.

„In den USA wurde der Zinssenkungszyklus gestartet – wenn auch in Trippelschritten“, sagte Furkert. Die Federal Reserve steht unter starkem politischem Druck, insbesondere im Vorfeld der US-Wahlen. Anders als die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt sie neben der Inflationsbekämpfung auch das Ziel, das Wirtschaftswachstum zu fördern. Furkert betont: „Die US-Notenbank hat einen ganz anderen Auftrag – da geht es nicht nur um Inflation, sondern auch um Wachstum.“


In Europa hingegen bleibt die EZB zurückhaltend. Der Einlagensatz liegt aktuell bei 2 %, deutlich unter dem US-Niveau von rund 4 %. Furkert sieht hier keinen unmittelbaren Spielraum für Zinssenkungen: „Die Erwartungshaltung ist, dass es dieses Jahr stabil bleibt – und unter Umständen 2026 eine kleine Erhöhung kommt.“

Die unterschiedlichen geldpolitischen Ausrichtungen wirken sich auch auf die Währungsmärkte aus. Der US-Dollar zeigt sich schwach, während der Euro an Stärke gewinnt. „Viele Anleger halten sich bei US-Dollar-Anleihen zurück, weil das Währungsrisiko die Zinsgewinne überlagern kann“, erklärt Furkert. Stattdessen verlagert sich das Interesse zunehmend auf europäische Anleihen.

An der Börse Stuttgart sind derzeit besonders Staatsanleihen aus dem europäischen Ausland gefragt, etwa aus Italien oder – trotz Regierungskrise – aus Frankreich. Anleger suchen gezielt nach einem Renditevorsprung, da die reale Verzinsung deutscher Bundesanleihen – also die Verzinsung abzüglich der Inflationsrate – aktuell gering ausfällt. 

Parallel dazu rücken auch Unternehmensanleihen mit solidem Rating verstärkt in den Fokus. „Porsche und VW sind stark nachgefragt, ebenso MDAX-Werte mit guter Bonität“, sagt Jens Furkert.

Die aktuelle Marktlage zeigt: Während die USA mit Zinssenkungen auf Konjunkturimpulse reagieren, bleibt Europa geldpolitisch zurückhaltend. Anleger beobachten verstärkt die Entwicklungen im Euroraum – insbesondere mit Blick auf Währungsstabilität und das Zinsniveau.

 

Zinswende voraus? Antworten von Jens Furkert, Leiter des Anleihenhandels bei der Börse Stuttgart – jetzt auf YouTube.

Finanzbildung in Deutschland: Warum Aktien noch immer ein Imageproblem haben

 

Trotz wachsender Bedeutung des Kapitalmarkts für Altersvorsorge und Vermögensaufbau bleibt die finanzielle Bildung in Deutschland lückenhaft. Aktien gelten vielen Menschen weiterhin als riskant oder spekulativ – ein Image, das sich hartnäckig hält und den Zugang zur Kapitalmarktteilnahme erschwert. Der Kapitalmarktstratege, Autor und Chief Economist bei Scalable Capital Christian W. Röhl sieht darin ein strukturelles Problem, das sich durch Medienberichterstattung, politische Kommunikation und gesellschaftliche Einstellungen zieht.

 

Ein Grund dafür liegt in der medialen Darstellung von Börsenthemen. Studien zeigen, dass Aktien in Nachrichtensendungen vor allem dann Erwähnung finden, wenn die Kurse fallen. Positive Entwicklungen verlaufen meist schrittweise und bleiben medial unbeachtet. Diese selektive Berichterstattung trägt zu einer verzerrten Wahrnehmung bei.


Auch die politische Kommunikation sendet widersprüchliche Signale. Kapitalerträge werden besteuert, doch die Freibeträge sind niedrig – was den Zinseszinseffekt und langfristigen Vermögensaufbau behindert. Gleichzeitig fehlt es an klaren Anreizen, um breitere Bevölkerungsschichten für den Kapitalmarkt zu gewinnen. „Wenn man Vermögen bilden soll, wie es in jeder Renteninformation steht, dann sollte man die Bürger dabei auch unterstützen“, fordert Kapitalmarktstratege Christian W. Röhl.
Vermögensbildung ist dabei nicht nur eine individuelle Vorsorgefrage, sondern eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe. Große Teile des privaten Vermögens liegen unverzinst auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten – Kapital, das produktiver eingesetzt werden könnte. Aktien ermöglichen Teilhabe an wirtschaftlicher Wertschöpfung, Innovation und Fortschritt.


Ein Ansatz zur frühzeitigen Kapitalmarktintegration ist die sogenannte „Frühstarterrente“. Kinder sollen ab dem sechsten Lebensjahr monatlich staatlich geförderte Beiträge in ein individuelles Depot erhalten. Röhl begrüßt die Idee, kritisiert jedoch die aktuell diskutierte Umsetzung: Statt individueller Depots wird über ein staatlich verwaltetes Sondervermögen nachgedacht – ein Modell, das Eigenverantwortung und persönliche Erfahrung mit dem Investieren untergräbt. Nur mit einer privatwirtschaftlichen Lösung kann die Teilhabe junger Menschen am Kapitalmarktgefördert werden. 


Als positives Beispiel verweist Röhl auf den „Invest America Act“ aus den USA. Dort erhalten Kinder ab Geburt ein steuerlich begünstigtes Depot mit 1.000 US-Dollar Startkapital, investiert in einen S&P 500-Indexfonds. Eltern und Arbeitgeber können steuerfrei Zuzahlungen leisten – ein Modell mit klarer Signalwirkung und niedrigschwelligem Zugang.


Finanzbildung sollte dabei weit über das Thema Aktien hinausgehen. Es geht um grundlegendes Verständnis für Geld, Kredit, Versicherungen und wirtschaftliche Zusammenhänge. Röhl plädiert für ein Schulfach „Lebensbildung“, das auch Themen wie Haushaltsführung, Steuererklärung und gesunde Ernährung umfasst. Denn wer früh lernt, mit Geld umzugehen, ist besser gewappnet für die Herausforderungen des Alltags.

 

Das komplette Interview mit Christian W. Röhl zum Thema „Vermögensaufbau starten“ ist auf dem YouTube-Kanal der Börse Stuttgart zu finden. Jetzt anschauen.

 

Quelle: Universität Mannheim: Nur schlechte Nachrichten von der Börse? Neue Studie analysiert Börsenberichterstattung im heute-journal

Invest 2025

 

Das Finanzevent auf dem Gelände der Messe Stuttgart. Am 09. & 10. Mai 2025 trifft sich dort die Finanzbranche Deutschlands.
Sichern Sie sich als Mitglied in unserem Anlegerclub Ihr Gratis-Ticket.

 

► Alle Infos zur Invest