Konsumklima stürzt ab – Iran-Krieg drückt auf die Stimmung

Der Börse Stuttgart Marktbericht vom 27.04.2026, 11:15 Uhr

Das Konsumklima in Deutschland hat sich erneut deutlich verschlechtert. Der traditionsreiche GfK-Konsumklimaindex, der seit April 2026 unter dem Namen „NIM Konsumklima powered by GfK" erscheint, fiel für Mai auf minus 33,3 Punkte – den tiefsten Stand seit Februar 2023. Gegenüber dem Vormonat (revidiert minus 28,1 Punkte) entspricht das einem Rückgang um weitere 5,2 Punkte. 

 

Am stärksten betroffen sind die Verdienstaussichten: „Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein", erklärte Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. Der Teilindikator gab um 18,1 Punkte auf minus 24,4 Zähler nach. Hintergrund ist die im März durch den Iran-Krieg und höhere Energiepreise von 1,9 Prozent auf 2,7 Prozent gestiegene Inflationsrate. 

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DAX Performance Index

Auch die Anschaffungsneigung sank um 3,5 Punkte auf ein Zwei-Jahres-Tief von minus 14,4 Punkten. Die Konjunkturerwartungen trübten sich um 6,8 Zähler auf minus 13,7 Punkte ein – ein Niveau wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs im April 2022.

 

An den Märkten startete der DAX gleichwohl mit leichten Gewinnen von 0,4 Prozent auf 24.223 Punkte in die neue Woche, gestützt von vorsichtigem Optimismus im Nahost-Konflikt. Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios schlug der Iran den USA ein neues Angebot zur Öffnung der Straße von Hormus vor. Brent-Öl gibt heute rund 4 Prozent nach und notiert bei rund 101,50 US-Dollar je Barrel.

 

An den asiatischen Börsen sorgten Kursgewinne bei Technologiewerten für neue Höchststände bei Nikkei und Kospi. Gold legt um 0,6 Prozent zu. Die Feinunze kostet aktuell rund 4.706 US-Dollar.

 

Marktgeschehen auf einen Blick

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