US-Notenbank hält Zinsen stabil – Powell bleibt nach Amtsende Fed-Gouverneur
Der Börse Stuttgart Marktbericht vom 30.04.2026, 12:00 Uhr
Die US-Notenbank hat auf ihrer Sitzung am Mittwoch den Leitzins wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Die Entscheidung fiel nicht einstimmig: Drei Ratsmitglieder wollten aus dem Begleittext die Passage streichen, die weitere Senkungen in Aussicht stellt; ein weiteres votierte für eine sofortige Senkung um 25 Basispunkte.
Powell betonte: „Die Geldpolitik folgt keinem vorgezeichneten Pfad – wir entscheiden von Sitzung zu Sitzung." Die Fed sei „gut aufgestellt", um Zeitpunkt und Umfang künftiger Zinsanpassungen auf Basis der Datenlage, der sich entwickelnden Aussichten und der Risikoabwägung zu bestimmen.
Die Inflation in den USA liegt bei 3,5 Prozent, die Kernrate bei 3,2 Prozent – deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel. Powell verwies auf steigende Energiepreise durch den Krieg im Nahen Osten als wesentlichen Treiber.
Es war Powells letzte Pressekonferenz als Fed-Vorsitzender; nach dem Ende seiner Amtszeit am 15. Mai will er für eine noch unbestimmte Zeit als Gouverneur im Board verbleiben. Sein designierter Nachfolger Kevin Warsh wurde am selben Morgen vom Bankenausschuss des Senats bestätigt und hat damit eine weitere Hürde genommen, um neuer Fed-Vorsitzender zu werden.
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Euro Bund-Future (EUREX)
Am Anleihemarkt setzt sich der Renditeanstieg fort: Zehnjährige Bundesanleihen rentieren bei 3,08 Prozent (Vorwoche: 3,03), dreißigjährige bei 3,58 Prozent (Vorwoche: 3,55). Der Euro-Bund-Future notiert bei 124,80 und damit rund einen halben Punkt tiefer als vor einer Woche.
Der DAX notiert seit Handelsstart 0,2 Prozent im Plus bei rund 24.000 Punkten. Der Euro Stoxx 50 gibt um 0,3 Prozent nach. Brent-Öl notiert bei rund 111 US-Dollar – bei weiterhin hoher Volatilität angesichts der Iran-Krise. Gold zieht um 1,3 Prozent auf 4.622 Dollar an. Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro bei 1,169 US-Dollar wenig verändert.

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