Die meistgehandelten strukturierten Wertpapiere unserer Anleger KW 27: Marvell, Silber, Rheinmetall und Applied Materials: KI-bezogene Aktien, Bitcoin und Rohstoffe beeinflussen den Markt für strukturierte Wertpapiere
Knock-Outs, Optionsscheine und Anlagezertifikate im Fokus
Heizereder, Steffen
Veröffentlicht am: 01.07.2026
Zuletzt bearbeitet am: 01.07.2026
Erfahren Sie, welche strukturierten Wertpapiere bei unseren Anlegern diese Woche die beliebtesten sind. Für Sie direkt vom Stuttgarter Börsenparkett und wöchentlich neu.
Knock-Out-Produkte: Kryptos und Edelmetalle bei Knock-outs gefragt
Optionsscheine: Auch in der vergangenen Woche gehörten KI bezogene Titel zu den bevorzugten Basiswerten im Optionsscheinhandel an der Börse Stuttgart.
Anlagezertifikate: Adidas und Rheinmetall zählen derzeit zu den meistbeachteten Basiswerten am Markt. Beide Unternehmen stehen im Fokus der Anleger, geraten jedoch parallel auch unter spürbaren Druck.
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Knock-Out-Produkte: Kryptos und Edelmetalle bei Knock-outs gefragt
Der deutliche Kursrückgang bei Edelmetallen und Kryptowährungen hat Anleger verunsichert und prägte in der vergangenen Woche das Handelsgeschehen bei Knock-outs an der Börse Stuttgart. Besonders im Fokus standen dabei Silber und Bitcoin.
Der Silberpreis blieb in der vergangenen Woche unter Druck, auch wenn sich der Preis zum Schluss etwas stabilisierte. Ausschlaggebend war vor allem das veränderte Zinsbild in den USA. Die neue Führung der Notenbank betonte stärker die Inflationsbekämpfung, strich Hinweise auf mögliche Zinssenkungen und rückte Preisstabilität in den Vordergrund. Dadurch stiegen die Erwartungen an länger hohe oder sogar höhere Zinsen, was den Dollar zeitweise stützte und zinslose Edelmetalle belastete.
Bitcoin gab in der vergangenen Woche weiter nach und fiel zeitweise wieder unter die Marke von 60.000 Dollar. Ausschlaggebend war auch hier das veränderte Zinsumfeld in den USA. Die Notenbank stellte die Inflationsbekämpfung stärker in den Vordergrund, während Hinweise auf baldige Zinssenkungen fehlten. Hinzu kamen anhaltende Abflüsse aus US-Spot-ETFs. Für den laufenden Monat summierten sich die Nettoabflüsse auf mehr als vier Milliarden Dollar, zeitweise mit mehreren Handelstagen in Folge mit Rückgaben.
Marvell wurde als Basiswert bei Knock-out-Papieren ebenfalls stark gehandelt. Der Titel schwankte allerdings stark. Druck brachte ein Ausverkauf bei asiatischen Speicher- und Technologiewerten, der auf US-Halbleiterwerte übergriff. Marvell wurde dabei mit anderen Ausrüstern und Zulieferern der Rechenzentrums-Infrastruktur verkauft. Später im Wochenverlauf erholte sich der Titel, da sich die Titel aus der Halbleiterbranche erholt haben und Marvell außerdem in den S&P 500 aufgenommen wurde.
Optionsscheine: Auch in der vergangenen Woche gehörten KI bezogene Titel zu den bevorzugten Basiswerten im Optionsscheinhandel an der Börse Stuttgart.
Die Aktie von Siemens tendierte in der vergangenen Woche aufwärts. Gestützt wurde die Entwicklung vor allem durch das freundliche Umfeld für europäische Industriewerte mit Bezug zu Automatisierung, Elektrifizierung und KI-Infrastruktur. Für Siemens spricht weniger eine kurzfristige Sondermeldung als die Kombination aus breiter Aufstellung und bestätigtem Zahlenrahmen: Der Konzern peilt weiter ein vergleichbares Umsatzplus von 6 bis 8 Prozent, ein Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz von über 1 sowie ein Ergebnis je Aktie vor PPA-Effekten von 10,70 bis 11,10 Euro an. Zusätzlich wirkte der abgeschlossene Aktienrückkauf stützend.
Capital One zeigte in der vergangenen Woche einen stabilen Aufwärtstrend, der nach zwei schwächeren Sitzungen wieder an Breite gewann. Kursstützend wirkten vor allem die Ergebnisse des US-Stresstests und die Bestätigung, dass der Kapitalpuffer bei 4,5 Prozent bleibt. Die Quote wurde noch auf der eigenständigen Capital-One-Basis vor der Discover-Übernahme berechnet und belastet die Kapitalanforderung vorerst nicht zusätzlich. Belastend blieb das große Kreditkartengeschäft, das bei einem schweren Abschwung besonders verlustanfällig wäre, auch wenn die Stresstests die Widerstandsfähigkeit des Sektors bestätigten.
In den vergangenen Wochen zeigte Applied Materials einen klaren Aufwärtstrend und profitierte von der breiten Stärke im Halbleiterausrüstungssektor. Die Aktie stieg zuletzt deutlich und erreichte zeitweise ein Rekordniveau. Applied Materials kündigte sechs neue Systeme für die Chipfertigung an, die Engpässe bei Next-Gen-KI-Architekturen, High-Bandwidth-Memory und Advanced Packaging adressieren. Applied Materials bestätigt sich damit als wichtiger Ausrüster für die Produktion von wichtigen KI-Speicherchips.
Anlagezertifikate: Adidas und Rheinmetall zählen derzeit zu den meistbeachteten Basiswerten am Markt. Beide Unternehmen stehen im Fokus der Anleger, geraten jedoch parallel auch unter spürbaren Druck.
Der LUS Wikifolio-Index AlphaStars ist in dieser Woche ebenfalls gefragt. Dort wird eine aktiv gesteuerte Anlagestrategie innerhalb der Wikifolio-Plattform abgebildet und ist Basiswert eines Open-End-Zertifikats. Die Auswahl der Positionen folgt einem klar strukturierten Verfahren: Analysiert werden fundamentale Kennzahlen wie Bewertung, Cashflow und Unternehmensqualität, ergänzt durch technische Faktoren wie Trendstärke und Momentum. Ausgangspunkt ist ein internationales Aktienuniversum von rund 5.000 Titeln, aus dem per Ranking eine konzentrierte Auswahl von etwa 20 besonders aussichtsreichen Werten entsteht. Feste Verkaufsregeln sollen Risiken begrenzen, der Anlagehorizont ist überwiegend kurz- bis mittelfristig ausgerichtet. Ergänzend können ETFs eingesetzt werden.
Die Adidas-Aktie zeigte sich in der zurückliegenden Woche mit wechselhaftem, insgesamt aber stabilisiertem Verlauf. Der wichtigste Treiber bleibt das Fußballgeschäft. Adidas ist offizieller Ausrüster der Fußball-Weltmeisterschaft, stellt den Spielball und beliefert 14 Nationalteams. Die Nachfrage nach Fußballbekleidung fiel zuletzt deutlich höher aus, zugleich stiegen die Besucherzahlen in US-Filialen spürbar. Das Deutschland-Trikot war ein wichtiger Absatzfaktor, verliert nach dem Ausscheiden des Teams aber an Sonderdynamik. International wird dieser Effekt teilweise aufgefangen: Mexiko und Argentinien zählen zu den stärksten Trikotlinien und verkaufen sich weltweit noch besser als die deutschen Fanartikel.
Bei Rheinmetall läuft es nicht mehr rund, die Aktie büßte in der vergangenen Woche deutlich ein. Auslöser war vor allem das gestoppte F126-Fregattenprogramm des Bundes. Das Projekt für sechs Schiffe wurde auf mehr als 15 Milliarden Euro veranschlagt. Stattdessen soll der Bund acht MEKO-A-200-Fregatten von TKMS für rund 11,6 Milliarden Euro beschaffen. Für Rheinmetall wiegt die Entscheidung besonders schwer, weil die übernommene Marinesparte NVL als neuer Wachstumsbereich aufgebaut werden sollte und das F126-Programm dort als zentrales Referenzprojekt galt. Das Kerngeschäft bleibt gleichzeitig von neuen Aufträgen getragen. Dazu zählen Artilleriemunition und Treibladungen für die Ukraine im hohen zweistelligen Millionenbereich oder Bergpanzer für die Bundeswehr in Höhe von rund 500 Millionen.
Die 5 meistgehandelten Anlagezertifikate
Emittent | Derivative Anlageprodukte | Optionstyp | WKN |
Lang und Schwarz | weltweit offensiv Chancen nutzen | CALL | |
Societe Generale | adidas AG | CALL | |
Lang und Schwarz | weltweit offensiv Chancen nutzen | CALL | |
Alphabeta Access Products | Der Aktionaer Chip Titans Index | CALL | |
Societe Generale | EURO STOXX 50 | CALL |
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