Aktien Frankfurt: Dax fällt Richtung 24.000 Punkte - Keine Lösung im Iran-Krieg
(dpa-AFX) FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer Stabilisierung zum Wochenauftakt hat der Dax am Dienstag erneut nachgegeben. Die weiter angespannte Lage im Iran-Krieg belastet. Die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hält zwar noch, hängt laut US-Präsident Donald Trump jedoch inzwischen am seidenen Faden.
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer Stabilisierung zum Wochenauftakt hat der Dax am Dienstag erneut nachgegeben. Die weiter angespannte Lage im Iran-Krieg belastet. Die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hält zwar noch, hängt laut US-Präsident Donald Trump jedoch inzwischen am seidenen Faden.
Zur Mittagszeit gab der deutsche Leitindex um 1,0 Prozent auf 24.096 Punkte nach. In der vergangenen Woche noch hatte Zuversicht über eine Einigung zwischen den USA und dem Iran den Dax mit etwas über 25.150 Punkten auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn getrieben. Der MDax , der Index der mittelgroßen Werte, sank am Dienstag um 0,7 Prozent auf 31.245 Zähler.
Die Situation im Iran-Krieg ist weiterhin ungelöst und scheint laut Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners festgefahren. "Die Hoffnungen ruhen jetzt darauf, dass China als erfolgreicher Vermittler zwischen den Kriegsparteien agieren wird."
Von Seiten der Unternehmen hierzulande läuft die zu Ende gehende Berichtssaison auf Hochtouren. Aus dem Dax stehen drei Konzerne im Blick sowie zahlreiche weitere aus MDax und SDax .
Die Bayer -Aktie war der Lichtblick im Dax mit plus 6,5 Prozent. Gute Geschäfte rund um Soja- und Maissaatgut sowie das laufende Sparprogramm verhalfen zu einem überraschend starken Jahresstart.
Das Papier der Munich Re indes zählte zu den größten Verlierern mit minus 5,0 Prozent. Am Markt wurde auf den im Vergleich zur durchschnittlichen Analystenschätzung leicht verfehlten Nettogewinn verwiesen. Auch sei das operative Ergebnis des Rückversicherers schwächer als erwartet ausgefallen.
Unter Gewinnmitnahmen nach einem bisher sehr starken Lauf in diesem Jahr litt der Anteilsschein von Siemens Energy mit minus 2,2 Prozent. Der Energietechnikkonzern will nach einem guten zweiten Geschäftsquartal noch in diesem Geschäftsjahr weitere Mittel an seine Aktionäre fließen lassen, wie er anlässlich der Veröffentlichung endgültiger Zahlen mitteilte.
Unter den zahlreichen berichtenden Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe ragten im MDax vor allem Jenoptik mit einem Kursplus von 11,5 Prozent heraus. Warburg-Analyst Malte Schaumann lobte die starken Aufträge des Technologiekonzerns im Halbleitergeschäft. Salzgitter stiegen nach detaillierten Zahlen um 6,3 Prozent und Ionos profitierten vor allem von starken Nettoneukundenzahlen und gewannen 5,9 Prozent.
Im SDax hatten Carl Zeiss Meditec die Nase vorn mit plus 7,4 Prozent. Am Markt wurde vor allem die Profitabilität des Medizintechnikunternehmens gelobt. Elmos mit minus 6,7 Prozent und Medios mit minus 8,2 Prozent zählten unterdessen im SDax zu den größten Verlierern.
Der Chiphersteller Elmos gab eine umfangreiche Aktienplatzierung durch zwei Großaktionäre bekannt. Das Spezialpharma-Unternehmen Medios bekam im insgesamt wachsendem Geschäft des ersten Quartals Preisrückgänge bei diversen Produkten zu spüren sowie steigende Kosten bei Logistik und Energie./ck/jha/
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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