ROUNDUP 2: Sateba-Kauf sorgt bei Vossloh für Verlust und volle Auftragsbücher
(dpa-AFX) WERDOHL (dpa-AFX) - Die Übernahme des Betonschwellen-Spezialisten Sateba hat den Bahntechnikkonzern Vossloh im ersten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Nach einem Gewinn von 4,7 Millionen Euro im Vorjahr, entfiel auf die Aktionäre nun ein Verlust von 10,9 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Werdohl mitteilte. So belasteten unter anderem höhere Zinsaufwendungen im Zuge der Übernahme.
(Kurs aktualisiert)
WERDOHL (dpa-AFX) - Die Übernahme des Betonschwellen-Spezialisten Sateba hat den Bahntechnikkonzern Vossloh im ersten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Nach einem Gewinn von 4,7 Millionen Euro im Vorjahr, entfiel auf die Aktionäre nun ein Verlust von 10,9 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Werdohl mitteilte. So belasteten unter anderem höhere Zinsaufwendungen im Zuge der Übernahme.
Anlegern fiel es offensichtlich schwer, das Paket an Neuigkeiten zu bewerten. Nach einem deutlichen Minus zum Handelsstart arbeitete sich die Aktie immer weiter nach oben und notierte zeitweise deutlich im Plus. Am Nachmittag lag sie dann wieder ein Prozent im Minus.
Der Umsatz von Vossloh stieg in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf fast 315 Millionen Euro. Ohne Sateba wäre der Erlös quasi stabil geblieben, unter anderem laut Vossloh auch wegen ungünstiger Wetterbedingungen in Europa. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg der Gewinn um rund 12 Prozent auf gut 24 Millionen Euro. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen von Analysten.
Das Unternehmen bestätigte die Jahresziele, wonach Umsatz und operatives Ergebnis deutlich steigen sollen. Dabei kann sich Vossloh auf volle Auftragsbücher stützen. Der Auftragseingang zog im ersten Quartal um fast 24 Prozent auf über 420 Millionen Euro an und fiel damit höher aus, als etwa die Experten der Baader-Bank geschätzt hatten. Der Zuwachs kam nahezu komplett durch Sateba zustande. Der Auftragsbestand betrug Ende März gut 1,1 Milliarden Euro, was laut dem Konzern einen historischen Höchststand darstellt.
Analysten sprachen von einem soliden Jahresstart. Saisonale Faktoren und bilanzielle Effekte hätten das erste Quartal geprägt. Die zugrunde liegende Nachfrage bewerteten Marktbeobachter als robust, was sich in einem starken Auftragseingang und einem höheren Auftragsbestand widerspiegele./lew/tav/jha/he
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