Iran-Hoffnung treibt Märkte – IWF sieht schwere Folgen bei längerem Konflikt

Der Börse Stuttgart Marktbericht vom 06.05.2026, 11:50 Uhr

Überraschende Signale einer diplomatischen Annäherung zwischen den USA und dem Iran stützen die globalen Finanzmärkte am Mittwoch. US-Präsident Donald Trump kündigte auf Truth Social an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz „Project Freedom" zur Eskortierung von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus vorerst „für kurze Zeit" auszusetzen. Es habe „große Fortschritte" in Richtung eines „vollständigen und endgültigen Abkommens" mit dem Iran gegeben. 

 

Der IWF hat in seinem Weltwirtschaftsausblick vom April vor den wirtschaftlichen Langzeitfolgen des Konflikts gewarnt: Selbst im Basisszenario eines kurzen Konflikts prognostiziert der Fonds ein verlangsamtes globales Wachstum von 3,1 Prozent in 2026 (vor Kriegsausbruch wurde noch ein Wachstum von 3,4 Prozent erwartet) bei einer Inflation von 4,4 Prozent. In einem ungünstigeren Szenario mit länger anhaltenden Energiepreisschocks könnte das globale Wachstum auf nur rund 2 Prozent einbrechen, während die Inflation auf über 6 Prozent steigen würde. 

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DAX Performance Index

Für die Zentralbanken bleibt das Umfeld damit herausfordernd: Bundesbank-Präsident Nagel signalisierte laut Medienberichten, eine EZB-Zinserhöhung im Juni sei angemessen, wenn sich die Inflationsaussichtewn Aussichten nicht merklich verbesserten. In den USA endet unterdessen die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell am 15. Mai – der US-Senat wird am 11. Mai über die Bestätigung seines designierten Nachfolgers Kevin Warsh abstimmen.

 

Der DAX legt zur Wochenmitte zu und notiert gegen 11:50 Uhr mit einem Plus von 2,4 Prozent bei 24.980 Punkten – gestützt von Deeskalationssignalen im Iran-Konflikt sowie der Berichtssaison. Der Euro Stoxx 50 steigt ebenfalls um rund 2,25 Prozent. In Asien schloss der Kospi in Seoul nach seiner Feiertagspause 6,5 Prozent im Plus auf einem neuen Rekordhoch. Der Ölpreis gibt deutlich nach: Brent fällt um rund 7,6 Prozent auf 102 US-Dollar je Barrel. Gold steigt hingegen auf 4.700 US-Dollar je Feinunze (+2,4%).

Marktgeschehen auf einen Blick

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Häufigste Trades

Umsatzspitzenreiter

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