KI-Rally reißt ab – Nasdaq mit größtem Tagesverlust seit April 2025
Der Börse Stuttgart Marktbericht vom 08.06.2026, 11:35 Uhr
Heizereder, Steffen
Veröffentlicht am: 08.06.2026
Zuletzt bearbeitet am: 08.06.2026
Der Technologiesektor an der Wall Street stand am Freitag unter Abgabedruck. Der Nasdaq 100 verlor 4,77 Prozent – der größte Tagesverlust seit April 2025. Der marktbreite S&P 500 büßte 2,64 Prozent auf 7.383,74 Punkte ein, der Dow Jones Industrial gab um 1,35 Prozent nach.
Auslöser war ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht: Im Mai wurden rund 172.000 neue Stellen geschaffen – mehr als doppelt so viele wie von Volkswirten im Konsens erwartet. Die Daten nährten Spekulationen auf eine baldige Leitzinserhöhung der Fed. Die Marktwahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der September-Zinssitzung der Fed liegt laut dem FedWatch Tool der CME mittlerweile bei 38,5 Prozent. Am 1. Januar wurde diese noch mit 22,5 Prozent angegeben.
Zusätzlich belastete der schwächer als von Analysten erwartete Ausblick des Chipherstellers Broadcom den Sektor. Am Freitag steht zudem der Börsengang von SpaceX bevor: Das Raumfahrtunternehmen strebt eine Bewertung von rund 1,77 Billionen US-Dollar an – bei einem Emissionsvolumen von rund 75 Milliarden US-Dollar wäre es der größte Börsengang der Geschichte.
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DAX Performance Index
Zum Wochenauftakt verliert der DAX rund 0,8 Prozent auf 24.560 Punkte. In Asien brach der südkoreanische Kospi um 8,3 Prozent ein – der Handel in Seoul wurde aufgrund der Verluste zeitweise unterbrochen. Der Nikkei 225 gab 3,85 Prozent ab. Vor dem Hintergrund einer erneuten Eskalation im Iran-Israel-Konflikt zog Brent-Rohöl um rund 4,6 Prozent auf mehr als 97 US-Dollar je Barrel an.
Belastungssignale kommen heute auch aus der deutschen Industrie: Laut Statistischem Bundesamt sanken die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April 2026 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent. Im Vergleich der Monate Februar bis April mit den drei Vormonaten November bis Januar lag der Auftragseingang 3,1 Prozent niedriger.

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