Rheinmetall unter Druck
Der Börse Stuttgart Marktbericht vom 24.06.2026, 10:00 Uhr
Heizereder, Steffen
Veröffentlicht am: 24.06.2026
Zuletzt bearbeitet am: 24.06.2026
Der DAX ist nach den schwachen Vorgaben aus dem USTechnologiesektor am Mittwoch mit leichten Verlusten (-0,6 Prozent) in den Handel gestartet. Auch in Asien zeigte sich nach dem turbulenten Vortag eine gewisse Beruhigung. In Seoul stabilisierte sich der KOSPI nach einem rund zehnprozentigen Einbruch, während der japanische Nikkei 225 seine Korrekturbewegung fortsetzte. Beide Indizes hatten zuvor dank starker Halbleiterwerte neue Rekordstände markiert. Unterdessen gehen die Einschätzungen der USA und des Iran in den Gesprächen über ein endgültiges Rahmenabkommen erneut auseinander – diesmal dreht sich der Streitpunkt um die vorgesehenen Atominspektionen. Für den DAX werden in dieser Woche außerdem noch wirtschaftliche Frühindikatoren relevant, wie etwa der ifo-Geschäftsklimaindex.
Im DAX führt MTU (+2,8 Prozent) am Morgen die Gewinnerliste an. Der Triebwerkbauer profitiert von einer positiven Einschätzung durch JPMorgan: Die Analysten verweisen auf den deutlichen Rückgang der Kerosinpreise sowie den stärkeren USDollar, wovon das Geschäft von MTU profitieren dürfte. Besonders die Perspektiven im Triebwerkssegment wurden hervorgehoben. Die Aktien von Brenntag (+2,4 Prozent) legen ebenfalls deutlich zu, nachdem der Chemikalienhändler am Vorabend überraschend seine Jahresprognose für 2026 angehoben hat.
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DAX Performance Index
Auf der Verliererseite stehen vor allem Titel, die bereits zuletzt schwächer tendierten – darunter Rüstungsaktien. Deutlichster DAXVerlierer ist Rheinmetall mit einem Minus von 14,3 Prozent. Im MDAX rutschen die beiden Rüstungswerte Hensoldt und Renk mit Verlusten von 4,7 beziehungsweise 3,4 Prozent an das Tabellenende. Sie alle leiden vor allem unter einer sektorweiten Konsolidierung. Größter Gewinner im MDAX ist TKMS mit einem Plus von mehr als 10 Prozent. Hintergrund sind Medienberichte, wonach Verteidigungsminister Boris Pistorius im Rahmen eines großen Marineprojekts statt der ursprünglich vorgesehenen Fregatte F126 nun acht kleinere Fregatten des Typs MEKO A200 bei dem Schiffbauer ordern möchte.

Marktgeschehen auf einen Blick
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