Euwax Trends: Bitcoin verliert derzeit im Wettlauf mit KI-Anlagen

Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 26. Juni 2026, Stand: 12:00 Uhr

Heizereder, Steffen

Veröffentlicht am: 26.06.2026

Zuletzt bearbeitet am: 26.06.2026

Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart 

1. Knock-out-Call-Optionsschein – Bitcoin verliert derzeit im Wettlauf mit KI-Anlagen

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2. Knock-out-Call-Optionsschein – Bayer: Glyphosat-Einstufung stützt Bayer im Rechtsstreit

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3. Call-Optionsschein – Micron wächst mit dem Speicherbedarf für KI-Systeme

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Die meistgehandelten Hebelprodukte

1. Knock-out-Call-Optionsschein – Bitcoin verliert derzeit im Wettlauf mit KI-Anlagen

Bitcoin bewegt sich weiter in einem schwächeren Marktumfeld, ohne dass sich die Abgaben zuletzt zu einem gleichmäßigen Ausverkauf verdichtet haben. Der Kurs liegt bei rund 60.000 Dollar und damit mehr als 50 Prozent unter dem früheren Rekordhoch von gut 126.000 Dollar. Die Bewegung zeigt derzeit weniger einen einzelnen Schock als eine Neubewertung des Umfelds: US-Spot-Produkte verzeichneten über mehrere Wochen deutliche Mittelabflüsse, zuletzt kamen zwar wieder einzelne Zuflüsse hinzu, sie reichen aber nicht aus, um den Trend zu drehen.

Der wichtigste Belastungsfaktor bleibt die US-Zinspolitik. Weil die US-Notenbank Fed signalisiert, dass die Zinsen länger hoch bleiben könnten, verliert ein renditeloser und stark liquiditätsabhängiger Vermögenswert wie Bitcoin an relativer Attraktivität. Hinzu kommt eine Umschichtung von Kapital in den KI-Boom, insbesondere in Infrastrukturwerte und große Technologietitel. Dadurch konkurriert Bitcoin derzeit mit einem Marktsegment, das stärker an Unternehmensgewinne und konkrete Investitionsprogramme gekoppelt ist. Zugleich geraten Gesellschaften mit großen Bitcoin-Beständen stärker in den Fokus, wenn deren Finanzierung schwieriger wird. Der Markt bleibt damit institutionell erschlossen, aber von Kapitalabflüssen belastet.

In Stuttgart verkaufen mehrheitlich Anleger heute einen Bitcoin-K.o.-Call.

2. Knock-out-Call-Optionsschein – Bayer: Glyphosat-Einstufung stützt Bayer im Rechtsstreit

Die Bayer-Aktie setzt ihren zuletzt festeren Trend fort, geprägt weniger von operativen Überraschungen als von einer veränderten Einschätzung der Rechtsrisiken in den USA. Auslöser ist die Entscheidung im Roundup-Komplex: Bundesrecht hat demnach Vorrang vor einzelstaatlichen Warnhinweis-Klagen. Weil die US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) Glyphosat nicht als krebserregend einstuft, dürften viele der rund 65.000 noch anhängigen Verfahren an rechtlicher Substanz verlieren; Grundlage dafür ist das FIFRA (Federal Insecticide, Fungicide, and Rodenticide Act), das bundesweite Regeln für Pestizide vorgibt. Der Kurs legte zeitweise um mehr als 18 Prozent zu.

Fundamental bleibt Bayer ein Mischbild. Im ersten Quartal stieg der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um 4,1 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro, getragen vor allem von Crop Science und Consumer Health, während das Pharmageschäft stabiler, aber weniger dynamisch blieb. Zugleich belasteten die Glyphosat-Folgen den Konzern: Seit 2019 flossen dafür rund 24 Milliarden Euro ab.

An der Börse Stuttgart zeigen sich Anleger bei einem K.o.-Call auf Bayer mehrheitlich auf der Verkäuferseite.

3. Call-Optionsschein – Micron wächst mit dem Speicherbedarf für KI-Systeme

Micron steht weiter im Zeichen eines starken Speicherzyklus, der maßgeblich durch Rechenzentren und KI-Infrastruktur getragen wird. Der deutliche Kursanstieg spiegelt vor allem wider, dass die jüngsten Zahlen und der Ausblick die hohe Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen bestätigen. Der Umsatz stieg auf 41,46 Milliarden Dollar, die Profitabilität verbesserte sich spürbar, und für das laufende Quartal stellt Micron rund 50 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht.

Der Trend wird vor allem durch knappe Kapazitäten bei DRAM, NAND getragen und besonders High-Bandwidth Memory, das in KI-Systemen eingesetzt wird. Diese Spezialchips sind für leistungsfähige Rechenzentren zentral, weil sie große Datenmengen schnell verarbeiten helfen. Mehrjährige Abnahmevereinbarungen geben dem Geschäft derzeit mehr Sichtbarkeit als in früheren Speicherzyklen. Zugleich bleibt der Ausbau kapitalintensiv, da neue Produktionskapazitäten hohe Investitionen erfordern. Micron profitiert damit aktuell von einer Angebotsknappheit in einem Teilmarkt, der stärker an Rechenzentrumsbudgets als an Konsumelektronik gekoppelt ist.

Stuttgarter Derivateanleger verkaufen aktuell einen Micron-Call.

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