Euwax Trends: Micron hält Kurs mit weniger Tempo

Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 29. Juni 2026, Stand: 12:00 Uhr

Heizereder, Steffen

Veröffentlicht am: 29.06.2026

Zuletzt bearbeitet am: 29.06.2026

Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart 

1. Call-Optionsschein – Micron hält Kurs mit weniger Tempo

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2. Call-Optionsschein – Siemens: Rückkauf und Infrastrukturgeschäft stützen den Industriegiganten

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3. Call-Optionsschein – Siemens Energy: Netzboom trägt - Windkraft bremst

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Die meistgehandelten Hebelprodukte

1. Call-Optionsschein – Micron hält Kurs mit weniger Tempo

Micron zeigt nach dem jüngsten Rekordhoch Mitte Juni eine Konsolidierung, der übergeordnete Trend bleibt jedoch von der starken Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Infrastruktur geprägt. Die Kursbewegung wirkt damit weniger wie eine Neubewertung, sondern wie eine Verarbeitung der zuvor kräftigen Aufwärtsphase. Operativ läuft das Geschäft auf Rekordniveau: Umsatz und Gewinn stiegen kräftig und die Bruttomarge erreichte hohe 84,6 Prozent. Treiber sind hohe Auslastung, knappe Kapazitäten und gestiegene Preise bei DRAM, NAND und HBM, die in Rechenzentren eine zentrale Rolle spielen.

Wesentlich für die Einordnung sind strategische Kundenvereinbarungen mit 18 Milliarden Dollar an Vorauszahlungen und einem garantierten Mindestumsatz von 100 Milliarden Dollar. Diese Struktur mindert die Abhängigkeit vom klassischen Speicherzyklus und bindet künftige Nachfrage stärker an langfristige Abnahmeverpflichtungen. Damit bestätigt sich die Transformation vom zyklischen Speicherhersteller zu einem wichtigen Zulieferer für KI-Infrastruktur.

In Stuttgart kaufen Anleger heute einen Call auf Micron.

2. Call-Optionsschein – Siemens: Rückkauf und Infrastrukturgeschäft stützen den Industriegiganten

Siemens befindet sich nach der Rekordjagd in einer Konsolidierung. Die Aktie notiert mit rund 268 Euro unter dem jüngsten Spitzenbereich, bleibt aber deutlich von der industriellen Stärke und der Ausrichtung auf Digitalisierung, Automatisierung und Infrastruktur geprägt. Im operativen Geschäft zeigt der Konzern weiter eine hohe Auslastung: Das Verhältnis von Aufträgen zu Umsatz von 1,22 signalisiert ein belastbares Auftragspolster.

Zusätzlich stützt das bis zu 6 Milliarden Euro schwere Aktienrückkaufprogramm die Kapitalstruktur. In den Sparten verschiebt sich das Bild: Digital Industries wurde wegen stärkerer Nachfrage höher angesetzt, Mobility wegen Projektverschiebungen niedriger. Für zusätzliche Bewegung sorgt die Beteiligung an Siemens Energy, wo mögliche Portfoliomaßnahmen und der hohe Bedarf an Energie- und Netztechnik durch KI-Rechenzentren das Umfeld prägen. Siemens zeigt weiterhin ein robustes Industrie- und Infrastrukturgeschäft.

An der Börse Stuttgart zeigen sich Anleger bei einem Call auf Siemens überwiegend auf der Verkäuferseite.

3. Call-Optionsschein – Siemens Energy: Netzboom trägt - Windkraft bremst

Siemens Energy durchläuft nach dem starken Lauf ebenfalls eine spürbare Konsolidierung. Die Aktie liegt mit rund 154 Euro auf Wochensicht deutlich im Minus, bleibt auf Jahressicht aber klar im Plus. Der operative Trend wird weiter vom hohen Bedarf an Energie- und Netztechnik getragen, verstärkt durch Elektrifizierung, Netzausbau und zusätzliche Stromnachfrage von Rechenzentren. Siemens Energy hat zuletzt die Prognose angehoben und erwartet 14 bis 16 Prozent vergleichbares Umsatzwachstum und eine Ergebnismarge vor Sondereffekten von 10 bis 12 Prozent.

Besonders stark bleibt Grid Technologies, während Siemens Gamesa näher an den Break-even rückt, aber weiter Sanierungsbedarf zeigt. Kursbewegend sind zudem Agenturberichte über eine mögliche Abspaltung von Transformation of Industry mit Kompressoren und industriellen Dampfturbinen - der Bereich erzielte zuletzt 2,7 Milliarden Euro Umsatz im Halbjahr. Damit steht Siemens Energy zwischen hohem Auftragssog und einer möglichen Portfolioausrichtung, die den Konzern stärker auf Netze, Stromerzeugung und Energietechnik ausrichten würde.

Stuttgarter Derivateanleger verkaufen mehrheitlich einen Siemens Energy-Call.

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