Euwax Trends: Hochtief konsolidiert nach DAX-Aufstieg und Rekordrallye

Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 08. Juli 2026, Stand: 12:00 Uhr

Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart 

1. Call-Optionsschein – Hochtief konsolidiert nach DAX-Aufstieg und Rekordrallye

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2. Call-Optionsschein – Johnson & Johnson profitiert von sinkender Rechtsunsicherheit

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3. Call-Optionsschein – Allianz konsolidiert nach Rekordlauf auf hohem Niveau

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Täglicher Marktbericht: KI-Sorgen und Ölpreisanstieg belasten den DAX

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Die meistgehandelten Hebelprodukte

1. Call-Optionsschein – Hochtief konsolidiert nach DAX-Aufstieg und Rekordrallye 

Hochtief konsolidiert nach einer außergewöhnlich starken Rallye und dem frischen Aufstieg in den DAX vor zwei Wochen. Die Aktie büßte trotz eines neuen Rechenzentrumsauftrags leicht ein; nach einem Plus von rund 200 Prozent auf Jahressicht. Operativ bleibt der Trend von hoher Nachfrage nach KI-Infrastruktur geprägt. Das Unternehmen teilte mit, dass Hochtief Infrastructure und die Tochter Dornan in Berlin ein Rechenzentrum für NTT errichten. Rechenzentren machen inzwischen 21 Prozent des Auftragsbestands aus und zählen neben Energie- und Verteidigungsprojekten zu den wichtigsten Wachstumstreibern.

Dazu gehören unter anderem Modernisierungen militärischer Infrastruktur in Osteuropa sowie die Beteiligung am Programm für kleine modulare Kernkraftwerke. Ein zentraler Stabilitätsfaktor ist die Qualität des Auftragsbestands: Von 79,3 Milliarden Euro entfallen rund 90 Prozent auf risikoärmere Vertragsstrukturen. Das schützt die Margen stärker vor Inflation und steigenden Materialkosten als bei klassischen Bauprojekten.

Anleger kaufen derzeit einen K.o.-Call auf Hochtief.

2. Call-Optionsschein – Johnson & Johnson profitiert von sinkender Rechtsunsicherheit

Johnson & Johnson setzt seinen festen Trend im Gesundheitssektor fort. Die Aktie erreichte zuletzt mit rund 267 Dollar ein Rekordhoch und profitierte dabei nicht nur vom robusten Umfeld für große Pharmawerte, sondern auch von nachlassender Rechtsunsicherheit. Kurstreibend wirkt vor allem die Annäherung an einen Gesamtvergleich von mehr als 9 Milliarden Dollar im Talkum-Streit (Babypuder). Zehntausende Klägerinnen werfen dem Konzern vor, dass mit Asbest verunreinigtes Babypuder Krebs verursacht habe; Johnson & Johnson will die Altlasten über eine kontrollierte Firmeninsolvenz bündeln. Wird dieser Weg greifbarer, sinkt das Risiko schwer kalkulierbarer Einzelurteile und weiterer Milliardenbelastungen.

Zusätzlich könnte der bevorstehende Quartalsbericht die Aktie stützen, weil der Markt besonders auf belastbare Hinweise zur Stärke des Arzneimittelgeschäfts und zur Entwicklung der Medizintechnik achtet. Im operativen Geschäft liefern neue Daten zu IMAAVY, einem Mittel gegen eine seltene Autoimmunerkrankung mit ausgeprägter Muskelschwäche, positive Impulse.

An der Börse Stuttgart zeigen sich Anleger bei einem Call auf Johnson & Johnson auf der Verkäuferseite.

3. Call-Optionsschein – Allianz konsolidiert nach Rekordlauf auf hohem Niveau

Die Allianz-Aktie konsolidiert auf sehr hohem Niveau. Der Titel fiel zeitweise in den Bereich von 415 Euro zurück, nachdem er kurz zuvor frische Höchststände über 423 Euro erreicht hatte; angesichts eines Monatsplus von rund 14 Prozent bleibt der übergeordnete Trend positiv. Allianz hatte das Tempo der Aktienrückkäufe zuletzt gedrosselt, weil der Kurs nahe dem Rekordniveau steht. Damit schont der Versicherer Liquidität und erhält Spielraum, um bei niedrigeren Kursen wieder günstiger eigene Aktien zu erwerben. Das laufende Rückkaufprogramm hat ein Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro, die erworbenen Aktien sollen eingezogen werden.

Operativ steht Allianz weiterhin gut da: Höhere Prämien, robuste Kapitalerträge und eine breite Aufstellung in Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung sowie Vermögensverwaltung stützen die Ertragsbasis.

Stuttgarter Derivateanleger verkaufen heute einen Allianz-Call.

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