MÄRKTE EUROPA/Sehr fest mit neuen Friedenshoffnungen und fallendem Ölpreis

(Dow Jones Newswires)

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat am Freitag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Treiber waren neue Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Trump hat weitere Angriffe gegen den Iran abgesagt und von einer unmittelbar bevorstehenden Einigung mit dem Iran gesprochen - allerdings nicht zum ersten Mal. Das Abkommen soll auch ein Ende der Blockade der Straße von Hormus beinhalten. Der Iran widersprach allerdings; es sei keine endgültige Entscheidung über das Abkommen getroffen worden.

Der DAX gewann 1,8 Prozent auf 24.635 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 2,2 Prozent auf 6.188 Punkte nach oben. Der Ölpreis gab weiter nach. Brent stand zu Börsenschluss bei knapp 87 Dollar das Fass. Damit notiert Öl inzwischen weit unter den Höchstpreisen seit Ausbruch des Krieges jenseits von 120 Dollar. Das dämpfte Inflationssorgen und das wiederum Zinserhöhungssorgen. An den Anleihemärkten ging es mit den Renditen nach unten.

Vom billigeren Öl profitierten Airlines und Touristikaktien: Lufthansa verteuerten sich um 5,2 Prozent, Air France um 8,4 Prozent oder IAG um gut 7 Prozent. Für das TUI-Papier ging es um 8,7 Prozent nach oben. Fraport kletterten um 5,9 Prozent. Der Flughafenbetreiber hat Verkehrszahlen für Mai vorgelegt, Sie sind laut der DZ Bank weitgehend wie erwartet ausgefallen. Das Kursplus dürfte - wie bei den Fluglinienaktien- eher den sinkenden Ölpreisen zu verdanken gewesen sein.

Im Technologiesegment und bei Aktien mit KI-Fantasie sorgte für Rückenwind, dass der Rekordbörsengang von SpaceX planmäßig verlaufen ist. Die Aktien wurden zum Stückpreis von 135 Dollar an den Mann gebracht, womit der Raumfahrt- und KI-Konzern rund 75 Milliarden Dollar einsammelte. Der erste Kurs lag bei 150 Dollar, was für ein erfolgreiches Debüt sprach. Infineon gewannen 3,9 Prozent oder STMicroelectronics 4,5 Prozent.

Für Siemens Energy ging es um weitere 4,5 Prozent nach oben. Sie waren am Vortag schon um rund 6 Prozent gestiegen, nachdem es an den Tagen zuvor aber auch zu einem kräftigen Rücksetzer gekommen war. Das Unternehmen hat nun über einen Rekordauftragsbestand von 154 Milliarden Euro berichtet. "Besonders interessant waren dabei die Zahlen zur direkten Verknüpfung mit dem Ausbau von Rechenzentren", sagte ein Händler.

Tagesgewinner im DAX waren Deutsche Bank mit Aufschlägen von 6,6 Prozent ohne besondere Nachrichten. Zu den Tagesverlierern gehörten Rüstungsaktien. Rheinmetall verloren 1,2 Prozent, Hensoldt 4,1 Prozent oder Thales 1,3 Prozent. Die Möglichkeit eines Friedensschlusses zwischen dem Iran und den USA belastete genauso wie die zuletzt zunehmenden diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Kriegs in der Ukraine.

Index               Schluss*  Entwicklung in %  Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50          6.188              +2,2                   +4,6 
Stoxx-50               5.288              +1,8                   +5,6 
Stoxx-600                633              +1,9                   +5,0 
DAX                   24.635              +1,8                   -1,2 
FTSE-100 London       10.304              +1,6                   +3,8 
CAC-40 Paris           8.201              +1,8                   +0,6 
AEX Amsterdam          1.063              +1,7                  +11,8 
ATHEX-20 Athen         6.080              +1,2                  +13,6 
BEL-20 Brüssel         5.647              +1,6                  +11,2 
BUX Budapest         133.529              +1,6                  +20,3 
OMXH-25 Helsinki       6.244              +1,5                   +9,5 
OMXC-20 Kopenhagen     1.515              +1,0                   -5,8 
PSI 20 Lissabon        9.025              +0,8                   +9,2 
IBEX-35 Madrid        18.290              +2,6                   +5,7 
FTSE-MIB Mailand      50.505              +2,0                  +12,4 
OBX Oslo               1.952              -0,5                  +22,2 
PX Prag                2.529              +1,3                   -5,8 
OMXS-30 Stockholm      3.064              +1,6                   +6,3 
WIG-20 Warschau      138.732              +2,3                  +15,7 
ATX Wien               6.073              +3,1                  +14,0 
SMI Zürich            13.530              +1,3                   +2,0 
* gerundet 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 17:20 
EUR/USD                   1,1571   -0,1   -0,0006          1,1577     1,1550 
EUR/JPY                   185,44   +0,2    0,2700          185,17   185,3500 
EUR/CHF                   0,9217   +0,2    0,0015          0,9202     0,9219 
EUR/GBP                   0,8628   -0,0   -0,0001          0,8629     0,8623 
USD/JPY                   160,26   +0,2    0,3400          159,92   160,4600 
GBP/USD                   1,3408   -0,0   -0,0004          1,3412     1,3390 
USD/CNY                   6,7626   -0,2   -0,0130          6,7756     6,7757 
USD/CNH                   6,7643   +0,0    0,0012          6,7631     6,7786 
AUS/USD                   0,7044   -0,1   -0,0004          0,7048     0,7016 
Bitcoin/USD            63.695,15   +0,6    350,87       63.344,28  62.041,83 
 
ROHOEL                   zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  84,70   -3,4     -3,01           87,71 
Brent/ICE                  86,72   -4,1     -3,66           90,38 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.210,76   -0,1     -3,08        4.213,84 
Silber                     67,36   +0,0      0,01           67,35 
Platin                  1.705,94   -0,8    -13,97        1.719,91 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 12, 2026 12:09 ET (16:09 GMT)