US-Investitionen und KI-Bedarf prägen Micron-Trend - Microsoft zwischen Cloud-Wachstum und höheren KI-Ausgaben
In unserem Aktien weekly erfahren Sie, welche Werte im Fokus unserer Anleger stehen – informativ & auf den Punkt.
Die Top 3 Inlandsaktien im Fokus
► Marine-Aus bremst Rheinmetalls Auftragsdynamik
► TKMS stärkt Position mit Milliardenprojekten
► Bayer setzt Erholung mit Rechtsfokus fort
Die 10 meistgehandelten Inlandsaktien
Täglicher Marktbericht:
► Volkswagen kündigt radikalen Umbau an – Medien berichten von massivem Stellenabbau
Mehr erfahren
► Tipp: Abonnieren Sie unseren Aktien weekly Newsletter für exklusive Markteinblicke & Aktienanalysen!

Die Top 3 Auslandsaktien im Fokus
► US-Investitionen und KI-Bedarf prägen Micron-Trend
► Microsoft zwischen Cloud-Wachstum und höheren KI-Ausgaben
► SpaceX schwankt nach IPO zwischen KI-Fantasie und Bewertungssorgen
Die 10 meistgehandelten Auslandsaktien
Die Top 3 meistgehandelten Inlandsaktien im Fokus
1. Marine-Aus bremst Rheinmetalls Auftragsdynamik
Rheinmetall stand in der vergangenen Woche weiter unter Druck und gab per Saldo um rund 9 Prozent nach. Die Korrektur nach dem Aus für das Fregattenprogramm F126 fiel deutlich aus. Statt der zuvor angepeilten Nomination von rund 20 Milliarden Euro rechnet der Konzern für das zweite Quartal nur noch mit einem niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag. Zudem warnte das Management vor einem möglichen Umsatzausfall von bis zu 300 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr, falls keine Gegenmaßnahmen greifen. Im Marineschiffbau sind nach dem Stopp rund 900 Stellen gefährdet.
Gleichzeitig bestätigte Rheinmetall die Jahresziele mit einem Umsatz von mehr als 14 Milliarden Euro und einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Im Kerngeschäft kamen weitere Aufträge hinzu, darunter 155-Millimeter-Munition und Treibladungen für die Ukraine sowie Feldhospitäler in Nordafrika, jeweils im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Auch die geplante Fertigung für ballistische Boden Boden Raketen in Deutschland stützt die Position in europäischen Lieferketten. Berenberg sieht die langfristige Wachstumsbasis trotz gesenktem Kursziel weiter intakt und belässt die Einstufung auf „Buy“. Der jüngste Trend ergibt sich damit aus dem Spannungsfeld zwischen starkem Rüstungsgeschäft und einer deutlich sichtbaren Lücke im Marinebereich.
Die Aktie von Rheinmetall war an der Börse Stuttgart in dieser Woche mit 940 Orders die am häufigsten gehandelte Inlandsaktie.
2. TKMS stärkt Position mit Milliardenprojekten
Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) zeigte in der vergangenen Woche einen klar positiven Trend, getragen von zwei Großprojekten im Marinegeschäft. Die erst seit Oktober 2025 an der Börse notierte Aktie erklomm vor wenigen Tagen ein Mehrmonatshoch und schaffte auf Wochensicht ein Plus von knapp6 Prozent.
Im Mittelpunkt stand die Auswahl als bevorzugter Anbieter für ein bedeutendes kanadisches U-Boot-Projekt mit bis zu zwölf Booten des Typs 212CD. Das Programm wird auf bis zu 100 Milliarden kanadische Dollar beziffert und zählt damit zu den größten maritimen Beschaffungsvorhaben innerhalb der NATO. Ein endgültiger Vertrag steht noch aus, weshalb der Fokus nun auf den finalen Verhandlungen liegt. Parallel wurde in Deutschland die Finanzierung von vier Fregatten für die Marine mit rund 6,3 Milliarden Euro freigegeben. Zusammen sichern die Vorhaben die industrielle Auslastung über Jahrzehnte und stärken die Position von TKMS im U-Boot- und Überwassersegment. Nach diesen Geschäften wurde die Aktie von zahlreichen Analysten heraufgestuft.
An der Börse Stuttgart haben die Anleger in dieser Woche auch die Aktie von TKMS häufig gehandelt. Mit 934 Orders war sie die am zweithäufigsten gehandelte Inlandsaktie.
3. Bayer setzt Erholung mit Rechtsfokus fort
Bayer setzte in der vergangenen Woche seine Erholung fort, getragen von einer veränderten Bewertung der Glyphosat-Risiken in den USA. Die Aktie hielt sich nach dem kräftigen Sprung der Vorwoche auf erhöhtem Niveau und zeigte eine stabile Tendenz.
Ausschlaggebend war der juristische Fortschritt nach einer Entscheidung des US-Supreme Court, die Bayer im Streit um Warnhinweise auf Roundup stärkt. Darauf aufbauend versucht der Konzern, rund 4.000 gebündelte Bundesklagen in San Francisco beenden zu lassen. Parallel steht ein Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar zur Beilegung von mehr als 60.000 Verfahren auf Ebene der Bundesstaaten weiter zur Prüfung. Damit richtet sich der Fokus auf die mögliche Verringerung der Rechtslasten im Glyphosat-Komplex.
Zusätzlich bündelte Bayer das US-Glyphosatgeschäft in einer eigenen Einheit namens Ruveon, die Preisgestaltung, Vertrieb, Produktion und Logistik steuern soll. Auch der Antrag auf US-Zölle gegen chinesische Glyphosatimporte stärkt die Positionierung des Geschäfts in den USA.
Die Bayer-Aktie war an der Börse Stuttgart in dieser Woche mit 871 Orders die am dritthäufigsten gehandelte Inlandsaktie.
Aktie | WKN | Preisfestellungen | Rang |
703000 | 1.553 | 1 | |
BAY001 | 1.053 | 2 | |
555750 | 929 | 3 | |
716460 | 691 | 4 | |
766403 | 641 | 5 | |
ENER6Y | 593 | 6 | |
623100 | 529 | 7 | |
840400 | 432 | 8 | |
710000 | 412 | 9 | |
519000 | 399 | 10 |
* gemessen an der Anzahl der Preisstellungen im Zeitraum vom 03. Juni bis zum 09. Juli 2026 an der Börse Stuttgart
Die Top 3 meistgehandelten Auslandsaktien im Fokus
1. US-Investitionen und KI-Bedarf prägen Micron-Trend
Micron zeigte in der zurückliegenden Woche einen schwankungsreichen, zuletzt aber stabilisierten Verlauf. Nach einem deutlichen Rücksetzer im Technologiesektor erholte sich die Aktie und notierte wieder oberhalb von 1.000 Dollar.
Getragen wurde die Entwicklung vor allem von der hohen Nachfrage nach Speicher für KI-Rechenzentren. Im Mittelpunkt standen High-Bandwidth-Memory und DRAM, deren Angebot trotz laufender Kapazitätsausweitungen knapp bleibt. Steigende Vertragspreise bei DRAM und NAND stützten die Sicht, dass Micron von höheren Speicherpreisen und gut ausgelasteter Produktion profitiert.
Kursrelevant war zudem der ausgeweitete US-Investitionsplan. Micron will seine heimischen Vorhaben auf mehr als 250 Milliarden Dollar bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts erhöhen. Ergänzend wurde ein Programm über 3 Milliarden Dollar zur Stärkung der Lieferkette vorgestellt, darunter 500 Millionen Dollar für eine neue Wafer-Fertigung und ein langfristiger Liefervertrag. Ziel ist es, einen größeren Teil der DRAM-Produktion in den USA anzusiedeln.
Die Aktie von Micron war an der Börse Stuttgart in dieser Woche mit 628 Orders die am häufigsten gehandelte Auslandsaktie.
2. Microsoft zwischen Cloud-Wachstum und höheren KI-Ausgaben
Microsoft stand in der vergangenen Woche unter Druck, auch wenn sich die Aktie nach dem deutlichen Rücksetzer teilweise erholte. Zuletzt bewegte sie sich im Bereich von rund 380 Dollar und damit weiter unter dem Niveau vor der jüngsten Abwärtsbewegung.
Bestimmend blieb die Frage, wie schnell die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur in messbares Wachstum übergehen. Der Konzern steht weiter für ein starkes Cloud-Geschäft: Azure wuchs zuletzt um 40 Prozent, der Quartalsumsatz lag bei 82,9 Milliarden Dollar. Gleichzeitig rücken die stark gestiegenen Investitionen in Rechenzentren, Chips und KI-Kapazitäten stärker in den Vordergrund, weil sie den Kapitalbedarf erhöhen und die Margen belasten können.
Kursrelevant war zudem die neue Restrukturierung. Microsoft streicht rund 4.800 Stellen, etwa 2,1 Prozent der Belegschaft. Ein Schwerpunkt liegt im Gaming-Bereich, wo mehrere Tausend Jobs betroffen sind. Die Maßnahme passt zum Versuch, Kosten stärker auf Cloud, KI und margenrelevante Aktivitäten auszurichten.
An der Börse Stuttgart haben die Anleger in dieser Woche auch die Microsoft-Aktie häufig gehandelt. Mit 480 Orders lag sie auf Platz 2 der meistgehandelten Auslandsaktien.
3. SpaceX schwankt nach IPO zwischen KI-Fantasie und Bewertungssorgen
SpaceX zeigte in der vergangenen Woche einen schwankungsreichen Verlauf. Nach einem Rückgang von rund 166 auf 145 Dollar erholte sich die Aktie wieder, blieb aber unter dem Niveau vor der Abwärtsbewegung.
Der zentrale Treiber war die Neubewertung nach dem erfolgreichen Nasdaq-Debüt. Der Ausgabepreis lag bei 135 Dollar, der erste Handel erfolgte um 150 Dollar; damit wurde SpaceX bereits zum Start mit rund 1,8 Billionen Dollar bewertet. In der Folge rückten noch höhere Einschätzungen in den Vordergrund, darunter Analystenbewertungen um rund 2,9 Billionen Dollar. Gestützt wurde dies vor allem durch die Rolle als möglicher KI-Infrastruktur-Partner neben Raketenstarts und Starlink.
Der Rücksetzer entstand, weil die hohen Erwartungen nach dem IPO stärker gegen operative Maßstäbe gestellt wurden. Die jüngsten Analysteneinschätzungen zeigten eine breite Spanne bei Umsatz-, Margen- und Segmentannahmen, was die Aktie zwischen KI Infrastruktur Euphorie und einer anspruchsvollen Bewertung hin und herpendeln ließ.
Die SpaceX-Aktie war an der Börse Stuttgart in dieser Woche mit 431 Orders die am dritthäufigsten gehandelte Auslandsaktie.
Aktie | WKN | Preisfestellungen | Rang |
869020 | 645 | 1 | |
A42D4F | 452 | 2 | |
870747 | 413 | 3 | |
918422 | 393 | 4 | |
A0M4W9 | 315 | 5 | |
906866 | 304 | 6 | |
938914 | 294 | 7 | |
A14Y6F | 283 | 8 | |
A1W9Z9 | 245 | 9 | |
A2JN55 | 230 | 10 |
* gemessen an der Anzahl der Preisstellungen im Zeitraum vom 03. Juli bis zum 09. Juli 2026 an der Börse Stuttgart
► Exklusives Whitepaper: "Gold, Silber & Co.: Alles, was du über Edelmetalle wissen musst" – das exklusive Whitepaper