Euwax Trends: Krieg am Golf – Europas Börsen weiter volatil
Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 16. März 2026, Stand: 13:30 Uhr
Erfahren Sie, welche strukturierten Wertpapiere bei unseren Anlegern an der Euwax heute die beliebtesten sind. Für Sie direkt vom Stuttgarter Börsenparkett und börsentäglich neu.
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Marktbericht:
DAX im Plus – Ölpreis bleibt Belastung
Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart
1. Optionsschein – Chevron: Rekordproduktion trifft auf hohen Ölpreis
2. Optionsschein – Siemens Energy baut Mexikos Gasnetz mit aus
3. Knock-Out-Call – Commerzbank: UniCredit startet Übernahmeangebot
DAX im Plus – Ölpreis bleibt Belastung
Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich am Montag im Tagesverlauf deutlich aufgehellt. Der DAX notierte zuletzt bei 23.578 Punkten und damit rund 0,56 Prozent im Plus. Auch der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 legt um 0,39 Prozent auf 5.739 Punkte zu. In den deutschen Nebenwertereihen fällt das Bild gemischt aus: Während der MDAX mit einem Plus von 0,28 Prozent leicht zulegen konnte notieren SDAX und TecDAX nahezu unverändert.
Weiterhin bestimmend für die Stimmung an den Märkten ist der militärische Konflikt im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf den Ölpreis. Dreh- und Angelpunkt bleibt die Straße von Hormus: Durch die nur 55 Kilometer breite Meerenge fließen im Normalbetrieb rund 20 Millionen Barrel Öl täglich – etwa ein Fünftel des Weltverbrauchs. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar ist die Passage für den Schiffsverkehr faktisch gesperrt, große Reedereien leiten ihre Tanker um Afrika herum. Brent notierte am Mittag bei rund 103 Dollar je Barrel, nachdem vor einer Woche in der Spitze fast 120 Dollar erreicht worden waren. Weder die Freigabe strategischer Reserven durch die IEA im Rekordumfang von 400 Millionen Barrel noch Trumps Forderung nach internationalem Geleitschutz für Schiffe durch die Straße von Hormus konnten den Preisdruck bislang nachhaltig mildern.
Die Vorgaben aus Asien fielen uneinheitlich aus. Während der Nikkei 225 und der australische S&P/ASX 200 leicht nachgaben, stach der Hang Seng in Hongkong positiv heraus – er legte 1,45 Prozent zu, gestützt von besser als erwarteten chinesischen Konjunkturdaten. Gold notiert bei knapp 5.018 US-Dollar je Unze im Plus. Der Euro wurde zuletzt bei 1,149 US-Dollar gehandelt.
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Euwax Sentiment Index
L&S Indikation DE 40 Index
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L&S Indikation DE 40 Index
1. Optionsschein – Chevron: Rekordproduktion trifft auf hohen Ölpreis
Der anhaltend hohe Ölpreis infolge des Krieges im Nahen Osten lenkt den Blick der Anleger auf die großen Ölkonzerne – beispielsweise auf Chevron. Der US-Konzern hatte Ende Januar für das Gesamtjahr 2025 einen operativen Cashflow von 33,9 Milliarden Dollar gemeldet, nach 31,5 Milliarden US-Dollar 2024. Die weltweite Produktion stieg um zwölf Prozent auf ein Allzeithoch. Wesentliche Treiber waren die abgeschlossene Übernahme des US-Konkurrenten Hess, der Ausbau der Schieferölförderung im Permian Basin – dem größten Fördergebiet der USA im Westen von Texas – auf eine Million Barrel Öläquivalente pro Tag sowie die Inbetriebnahme neuer Tiefseeplattformen im Golf von Mexiko.
Im vierten Quartal lag der Nettogewinn bei 2,8 Milliarden Dollar. Der Vorstand beschloss die 39. Dividendenerhöhung in Folge – um vier Prozent auf 1,78 Dollar je Aktie. Insgesamt flossen 27,1 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück. Die damaligen Quartalszahlen basierten auf einem durchschnittlichen Brent-Preis von 64 Dollar je Barrel – aktuell notiert Brent bei rund 103 Dollar.
An der Börse Stuttgart kaufen die Anleger heute vermehrt einen Discount-Optionsschein (Call) auf Chevron.
2. Optionsschein – Siemens Energy baut Mexikos Gasnetz mit aus
Siemens Energy weitet sein Geschäft in Lateinamerika aus: Gemeinsam mit dem mexikanischen Betreiber ESENTIA soll Mexikos Erdgas-Pipelinenetz bis 2028 erweitert werden. Im Rahmen einer bereits 2025 geschlossenen Kooperationsvereinbarung wird Siemens Energy zwei neue Turbokompressor-Einheiten mit je 15 Megawatt Leistung installieren – an den Stationen San Juan (Chihuahua) und Aguascalientes, wo die Bauarbeiten bereits laufen.
Die Lieferung der Turbinen und Kompressoren ist für 2027 geplant. Das Projekt stärkt das Wahalajara-System, Mexikos größtes privates Erdgas-Pipelinenetz mit über 2.000 Kilometern Länge, das 16 Prozent des nationalen Gasbedarfs deckt. Nach Abschluss aller drei Ausbaustufen soll die Transportkapazität von 1,3 auf nahezu 2 Milliarden Kubikfuß pro Tag steigen – ein Zuwachs von rund 50 Prozent. Hintergrund ist die wachsende Energienachfrage mexikanischer Industriesektoren wie Bergbau, Fertigung und Rechenzentren.
An der Börse Stuttgart kaufen die Anleger heute vermehrt einen Discount-Optionsschein (Call) auf Siemens Energy.
3. Knock-Out-Call – Commerzbank: UniCredit startet Übernahmeangebot
Die UniCredit hat heute den Start eines freiwilligen Umtauschangebots für Commerzbank-Aktien angekündigt. Ziel ist es, die Beteiligung über die 30-Prozent-Schwelle des deutschen Übernahmerechts zu heben – ohne allerdings die Kontrolle zu erlangen, wie die italienische Großbank mitteilte. UniCredit hält derzeit direkt rund 26 Prozent an der Commerzbank, weitere vier Prozent über Total Return Swaps. Das Umtauschverhältnis soll von der BaFin festgesetzt werden.
UniCredit erwartet einen Kurs von 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie, was einer Prämie von vier Prozent auf den Schlusskurs vom 13. März entspricht. Der formale Start des Angebots ist für Anfang Mai geplant, die Abwicklung bis zur ersten Jahreshälfte 2027. Die UniCredit bezeichnete das Vorgehen laut Pressemitteilung als „pragmatische Maßnahme ohne Nachteil", die konstruktiven Dialog mit der Commerzbank fördern solle.
An der Börse Stuttgart verkaufen die Anleger heute vermehrt einen Knock-Out-Call auf die Commerzbank.



