Euwax Trends: SAP stabilisiert sich im Umfeld von Cloudumbau und KI-Angeboten

Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 24. Juni 2026, Stand: 12:00 Uhr

Heizereder, Steffen

Veröffentlicht am: 24.06.2026

Zuletzt bearbeitet am: 24.06.2026

Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart 

1. Knock-Out-Call – SAP stabilisiert sich im Umfeld von Cloudumbau und KI-Angeboten

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2. Call-Optionsschein – Bayer-Erholung von US-Rechtsfragen geprägt

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3. Call-Optionsschein – Rheinmetall mit stärkstem Kursrückgang seit 1998

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Täglicher Marktbericht: Rheinmetall unter Druck

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Die meistgehandelten Hebelprodukte

1. Knock-Out-Call – SAP stabilisiert sich im Umfeld von Cloudumbau und KI-Angeboten

Die SAP-Aktie hat sich zuletzt etwas stabilisiert, nachdem sie seit Juni wieder deutlich unter Druck geraten ist. Die Bewegung fällt in ein Umfeld, in dem große Softwarewerte stärker an der Umsetzung von Cloud- und KI-Strategien gemessen werden. Bei SAP prägen derzeit das Cloudgeschäft, Business AI und die Bilanzvorlage am 23. Juli 2026 die Nachrichtenlage.

Der Konzern hat zuletzt neue KI-Funktionen für Unternehmensprozesse vorgestellt, darunter Erweiterungen rund um Joule, KI-Agenten und eine Plattform, die Geschäftsdaten, Anwendungen und Abläufe enger verbindet. Hinzu kommt ein Partnerfonds über 100 Millionen Euro, der die Einführung solcher Anwendungen unterstützen soll. Operativ bleibt das Cloudgeschäft der wichtigste Wachstumstreiber. Mit der Zahlenvorlage im Juli rücken vor allem dieser Auftragsbestand und die Fortschritte bei KI-gestützten Migrationen stärker in den Fokus. SAP verbindet Cloudmigration, KI-Angebote und wiederkehrende Erlöse zunehmend zu einem Geschäftsmodell, das stärker auf planbare Umsätze und Skaleneffekte ausgerichtet ist.

An der Börse Stuttgart zeigen sich Anleger bei einem Knock-Out-Call auf SAP mehrheitlich auf der Käuferseite.

2. Call-Optionsschein – Bayer-Erholung von US-Rechtsfragen geprägt

Die Bayer-Aktie setzt ihre Erholung fort und zeigt sich seit der jüngsten Wendung im US-Rechtskomplex fester. Die Kursbewegung wird vor allem von Nachrichten rund um Glyphosat geprägt, während das operative Geschäft zuletzt stabilere Signale geliefert hat.

Im Mittelpunkt steht der geplante Roundup-Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar. Ein US-Gericht hat das Verfahren zurück an ein Gericht im Bundesstaat Missouri verwiesen. Damit bleibt die weitere Prüfung in dem Bundesstaat, in dem ein großer Teil der Klagen gebündelt ist. Insgesamt geht es um rund 65.000 Ansprüche. Parallel dazu befasst sich der US Supreme Court mit einer Grundsatzfrage zu Warnhinweisen. Geprüft wird, ob Bundesrecht bei zugelassenen Produktetiketten Vorrang vor einzelstaatlichen Ansprüchen hat. Diese Frage ist für Bayer zentral, weil viele Glyphosat-Klagen auf angeblich unzureichenden Warnhinweisen beruhen. Operativ verweist der Konzern auf ein bereinigtes operatives Ergebnis von 4,45 Milliarden Euro zum Jahresauftakt und eine bestätigte währungsbereinigte Prognose.

Stuttgarter Derivateanleger kaufen aktuell einen Call-Optionsschein auf Bayer.

3. Call-Optionsschein – Rheinmetall mit stärkstem Kursrückgang seit 1998

Die Rheinmetall-Aktie ist heute abgestürzt. Mit rund 13,9 Prozent Minus verzeichnete der Titel den stärksten Rückgang seit 1998 und reagierte vor allem auf die Entscheidung der Bundesregierung, das F126-Fregattenprojekt nicht weiterzuverfolgen. Für Rheinmetall ist die Meldung erheblich, weil der Konzern das Marinegeschäft zuletzt ausbauen wollte und das Fregattenprogramm ein zentraler Bestandteil dieser Erweiterung war. Das Projekt hatte ein Volumen von rund 12,8 Milliarden Euro. Der mögliche Wegfall belastet die Einordnung des Auftragseingangs im zweiten Quartal und im Gesamtjahr, da Rheinmetall für 2026 ein Auftragsziel von rund 80 Milliarden Euro genannt hat.

Zusätzlich steht der europäische Rüstungssektor unter Druck, weil der geplante Börsengang von KNDS Kapital im Verteidigungsbereich bindet. Rheinmetall bleibt operativ durch den Verteidigungsbedarf gestützt, allerdings belasten Marinegeschäft und Kapitalmarktumfeld das Unternehmen.

In Stuttgart kaufen Anleger heute einen Rheinmetall-Call.

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