Euwax Trends: Micron zwischen HBM-Boom und Chipsektor-Druck

Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 03. Juli 2026, Stand: 12:00 Uhr

Heizereder, Steffen

Veröffentlicht am: 03.07.2026

Zuletzt bearbeitet am: 03.07.2026

Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart 

1. Knock-out-Call – Nebius im Takt der KI-Rechenzentren

►  Mehr erfahren

2. Call-Optionsschein – Air Liquide ist im Maschinenraum des KI-Booms angekommen

►  Mehr erfahren

3. Call-Optionsschein – Micron zwischen HBM-Boom und Chipsektor-Druck

►  Mehr erfahren

Täglicher Marktbericht: DAX auf Höhenflug – Versorger und Zementwerte ziehen, Rüstung und Software bremsen

 Mehr erfahren



► Tipp: Abonnieren Sie unseren Euwax Trends Newsletter für exklusive Einblicke in Hebelprodukte!

Die meistgehandelten Hebelprodukte

1. Knock-out-Call – Nebius im Takt der KI-Rechenzentren

Nebius konsolidiert nach dem jüngsten Rücksetzer auf niedrigerem Niveau und bleibt eng mit dem Ausbau von KI-Rechenleistung verbunden. Die Aktie erholte sich zuletzt, liegt aber weiter unter früher erreichten Niveaus. Der Bedarf an ausgelagerter GPU-Chipkapazität bleibt der zentrale Treiber für das Geschäftsmodell. Das Unternehmen meldete einen Umsatzsprung auf 399 Millionen Dollar und verweist auf gesicherte Strom- und Flächenressourcen, darunter bis zu 1,2 Gigawatt an einem US-Standort. Hinzu kommen große Abnahmeverträge mit Meta und Microsoft sowie eine Milliardenbeteiligung von Nvidia.

Der Branchentrend bleibt gemischt: KI-Cloud-Anbieter profitieren von Engpässen bei Rechenzentren, Chips und Stromanschlüssen, zugleich nimmt der Wettbewerbsdruck zu, weil große Plattformkonzerne eigene Kapazitäten stärker selbst vermarkten könnten. Dieser Punkt belastete zuletzt Anbieter von KI-Infrastruktur, nachdem über eine mögliche Cloud-Offensive von Meta berichtet wurde. Stützend wirkt, dass ein KI-Fonds eine Beteiligung von gut fünf Prozent offengelegt hat. Nebius bleibt geprägt von schnellem Umsatzwachstum, hohem Kapitalbedarf und der Frage, wie effizient die neuen Kapazitäten ausgelastet werden.

In Stuttgart kaufen Anleger einen K.o.-Call auf Nebius.

2. Call-Optionsschein – Air Liquide ist im Maschinenraum des KI-Booms angekommen

Air Liquide bewegt sich seitwärts in einem Markt, der zwischen schwacher Großindustrie und wachsender Elektroniknachfrage steht. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 179 Euro; stützend wirkte eine Hochstufung der Bank of America mit einem Kursziel von 200 Euro, begründet mit zusätzlichem Bedarf aus dem KI-Boom. Das Unternehmen teilte mit, mehr als 170 Millionen Dollar in den USA zu investieren, um SK Hynix beim Aufbau eines KI-Speicher-Ökosystems zu beliefern. Geplant sind zwei Einheiten für hochreine Industriegase am ersten US-Standort des südkoreanischen Chipkonzerns.

Der Auftrag passt zum Branchentrend: Halbleiter, Speichertechnik und Rechenzentren erhöhen den Bedarf an Spezialgasen, während die Nachfrage aus Chemie, Stahl und anderen energieintensiven Industrien in Europa und Asien gedämpft bleibt. Für den Kurs wirkt die Nachricht stützend, sie verdrängt aber nicht die Zurückhaltung gegenüber konjunktursensiblen Gasgeschäften. Zugleich bleibt der Konzern durch langfristige Lieferverträge, Preisanpassungen und Effizienzprogramme stabil aufgestellt.

An der Börse Stuttgart zeigen sich Anleger bei einem Call auf Air Liquide auf der Käuferseite.

3. Call-Optionsschein – Micron zwischen HBM-Boom und Chipsektor-Druck

Micron bleibt ein zentraler Profiteur der hohen Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren. Die Aktie gab nach einem starken Lauf deutlich nach und lag zuletzt bei rund 1.030 Dollar; der Rückgang fiel zusammen mit einer breiteren Abgabe bei großen Halbleiterwerten. Der zentrale Treiber bleibt die knappe Versorgung mit DRAM, HBM und schnellen Speicherlösungen für Rechenzentren. DRAM-Preise sind seit Dezember um rund 70 Prozent gestiegen, getrieben durch KI-Infrastruktur und begrenzte zusätzliche Kapazitäten.

Kursrelevant ist zudem eine neue Vereinbarung mit General Motors, die langfristig Speicher- und Speicherplattformen für Fahrzeuge absichern soll. Das Unternehmen teilte außerdem eine strategische Zusammenarbeit mit Anthropic mit, die Lieferplanung, Speicherarchitektur und den Einsatz von KI im eigenen Betrieb verbindet. Der Branchentrend stützt Anbieter mit Zugriff auf knappe HBM-Kapazitäten, erhöht aber zugleich die Abhängigkeit von Ausbauplänen, Lieferketten und der Nachfrage großer Rechenzentrumsbetreiber. Damit rückt Microns Fähigkeit in den Vordergrund, zusätzliche Kapazitäten in margenstarke Speicherprodukte umzusetzen.

Stuttgarter Derivateanleger kaufen heute mehrheitlich einen Micron-Call.

Unsere Finder-Tools

Immer die passenden Wertpapiere finden

Euwax Sentiment Index

L&S Indikation DE 40 Index

Investieren in Gold

Die Gold-ETCs der Börse Stuttgart: EUWAX Gold Core und EUWAX Gold II

Häufigste Trades

Umsatzspitzenreiter