Euwax Trends: Siemens Energy rückt KI-Nachfrage und Netzausbau in den Fokus
Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 06. Juli 2026, Stand: 12:00 Uhr
Heizereder, Steffen
Veröffentlicht am: 06.07.2026
Zuletzt bearbeitet am: 06.07.2026
Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart
1. Knock-out-Call – RWE baut Netzgeschäft zur dritten Säule aus
2. Call-Optionsschein – Siemens Energy rückt KI-Nachfrage und Netzausbau in den Fokus
3. Call-Optionsschein – Hochtief profitiert von Infrastrukturbedarf und Rechenzentren
Täglicher Marktbericht: DAX mit müdem Wochenauftakt
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1. Knock-out-Call – RWE baut Netzgeschäft zur dritten Säule aus
RWE notiert am Vormittag etwas unter dem Schlusskurs vom Freitag. Die Kursbewegung bleibt damit moderat, steht aber weiter im Zusammenhang mit der Kapitalmaßnahme zur Finanzierung des Amprion-Ausbaus.
Der Trend wird derzeit vom Umbau des Geschäftsprofils geprägt. RWE erhöht den Anteil am Übertragungsnetzbetreiber Amprion auf 55 Prozent und zahlt dafür rund 3,6 Milliarden Euro. Das regulierte Netzgeschäft wird damit zur dritten Säule des Konzerns neben erneuerbaren Energien und flexibler Stromerzeugung. Finanziert wird der Schritt über eine Kapitalerhöhung, bei der die Staatsfonds aus Katar und Norwegen als Ankerzeichner Aktien für insgesamt 1 Milliarde Euro übernommen haben.
Das stärkt die Wahrnehmung der Transaktion im Markt, während die höhere Aktienzahl den Kurs kurzfristig begrenzt. RWE hält zugleich am Dividendenziel für das laufende Geschäftsjahr fest und stellt weiterhin regelmäßige jährliche Anhebungen in Aussicht. Durch den Amprion-Deal wurde auch das langfristige Ziel für das Ergebnis je Aktie leicht angehoben. Der Branchentrend bleibt von Netzausbau, Speichern, gesicherter Leistung und steigendem Strombedarf durch Industrie und Rechenzentren bestimmt.
In Stuttgart kaufen Anleger aktuell einen K.o.-Call auf RWE.
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2. Call-Optionsschein – Siemens Energy rückt KI-Nachfrage und Netzausbau in den Fokus
Siemens Energy gibt im Vormittagshandel leicht nach, doch der übergeordnete Trend bleibt dennoch intakt und ist von der Nachfrage nach Stromnetzen, Gasturbinen und Serviceleistungen geprägt. Der Branchentrend wird weiter von Elektrifizierung, Netzausbau und dem steigenden Energiebedarf durch KI-Rechenzentren getragen. Daraus entstehen für Siemens Energy konkrete Aufträge, etwa bei Gasturbinen und Netzsoftware, weil Rechenzentren verlässliche Stromversorgung und leistungsfähige Netzinfrastruktur benötigen.
Zusätzlich stützt das angekündigte Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 6 Milliarden Euro bis 2028 den Marktauftritt; die laufende zweite Tranche umfasst 1 Milliarde Euro. Das Unternehmen teilte zuletzt mit, dass die Nachfrage robust bleibe. Die bestätigte Jahresplanung sieht ein vergleichbares Umsatzplus von 14 bis 16 Prozent, eine Marge vor Sondereffekten von 10 bis 12 Prozent und einen Nettogewinn von rund 4 Milliarden Euro vor. Der Auftragsbestand liegt im Rekordbereich. Belastend bleibt die Windkrafttochter, deren Verlust zwar deutlich kleiner wurde, während Netztechnik und Gasgeschäft den Konzernschwerpunkt prägen.
An der Börse Stuttgart zeigen sich Anleger bei einem Call auf Siemens Energy auf der Käuferseite.
3. Call-Optionsschein – Hochtief profitiert von Infrastrukturbedarf und Rechenzentren
Hochtief notiert im frühen Handel leicht unter dem Vortagesschluss von 500 Euro. Die Bewegung folgt auf einen starken Lauf der vergangenen Monate und fällt in ein Umfeld, in dem Infrastruktur- und Bauwerte selektiver gehandelt werden. Der Trend bleibt vor allem durch digitale und klassische Infrastruktur geprägt. Hochtief profitiert von der hohen Nachfrage nach Rechenzentren, Energieinfrastruktur, Verkehrsprojekten und technisch anspruchsvollen Bauleistungen in entwickelten Märkten.
Das Unternehmen teilte zuletzt mit, dass der Auftragseingang auf 15,2 Milliarden Euro gestiegen sei; der Auftragsbestand erreichte 79,3 Milliarden Euro. Ein großer Teil der neuen Projekte stammt aus strategischen Wachstumsmärkten, darunter Datenzentren, Mobilität und Energiewende. Gestützt wird das Branchenbild durch den kräftigen Ausbau von KI-Rechenzentren, Stromnetzen und öffentlicher Infrastruktur. Gleichzeitig bleiben höhere Projektkosten, Fachkräftebedarf und die Steuerung komplexer Großaufträge ein hoher Kostenfaktor für den Konzern.
Stuttgarter Derivateanleger erwerben heute einen Hochtief-Call.




