Orhan_M2_Bühne_mi

Knock-out-Produkte: Mit der Kraft des Hebels

Größere Gewinnchancen, mehr Risiko: Knock-out-Produkte bilden Kursschwankungen des Basiswerts überproportional ab.

Vier Gründe für Knock-out-Produkte

  1. Risikobereite und kurzfristig orientierte Anleger können mit Knock-out-Produkten Kursbewegungen nicht nur mitmachen, sondern durch eine Hebelwirkung zusätzlich verstärken.

  2. Mit geringem Kapitaleinsatz sind höhere Gewinne möglich.

  3. Die Kursentwicklung ist transparent.

  4. Knock-outs sind schon ab 8 und bis 22 Uhr über die Börse Stuttgart handelbar.

Gewinner und Verlierer

So funktionieren Knock-Out-Produkte

Knock-out-Zertifikate – die auch KO-Papiere oder einfach nur Knock-outs genannt werden – sind verbriefte Derivate, die sich auf vielfältige Basiswerte beziehen: etwa eine Aktie, einen Index oder einen Rohstoff. Sie verfallen, sobald eine bestimmte Knock-out-Schwelle vom Basiswert berührt oder durchbrochen wird.

Zentral für jedes Knock-Out-Zertifikat ist der sogenannte Basispreis. Er bestimmt den inneren Wert des Produkts: Notiert zum Beispiel die unterlegte Aktie bei 10 Euro und ist der Basispreis auf 9 Euro festgelegt, so hat ein Knock-out-Call einen inneren Wert von 1 Euro. Der Basispreis entspricht bei klassisch ausgestalteten Produkten zudem der Knock-out-Barriere: Wird die Kursmarke von 9 Euro berührt, ist der komplette Kapitaleinsatz verloren.

Ein großer Vorzug von Knock-outs ist ihre transparente Kursentwicklung: Sie vollziehen die Bewegung des Basiswerts eins zu eins nach. Legt der Kurs des Basiswerts um einen Euro auf 11 Euro zu, steigt auch der Kurs des Knock-outs um einen Euro. Das verdeutlicht die Hebelwirkung: Während der Basiswert um 10 Prozent gestiegen ist, beträgt der Zuwachs beim KO-Produkt 100 Prozent – dessen Hebel liegt somit bei zehn.

Allerdings wirkt der Hebel auch in die andere Richtung: Erfüllt sich Ihre Markterwartung nicht, entstehen schon vor dem Totalverlust überproportionale Kurseinbußen. Deshalb empfiehlt es sich, den Markt ständig im Auge zu behalten.

So funktioniert ein Knock-out Call
Produktsuche Finden Sie das richtige Knock-out-Zertifikat für Sie. Jetzt Suche starten

Häufigste Trades

Flexibel über die Börse Stuttgart handelbar

Knock-out-Papiere sind spekulative, meist für kurzfristige Investments gedachte Produkte, die dem Risiko des Totalverlustes ausgesetzt sind. Deshalb eignen sie sich in erster Linie für risikofreudige und erfahrene Anleger. Innerhalb des breiten Produktangebots können Sie den Basispreis und damit die Hebelwirkung so wählen, dass sie Ihrem persönlichen Risikoprofil entsprechen. Dabei gilt beim Kauf eines KO-Produkts: Je näher die Knock-out-Barriere am aktuellen Kurs des Basiswerts liegt, desto größer der Hebel und das Risiko. Knock-out-Produkte, die von steigenden Kursen profitieren, tragen in der Regel den Namenszusatz „Call“, „Long“ oder „Bull“. Knock-outs, die dagegen auf fallende Kurse setzen, sind mit den Worten „Put“, „Short“ oder „Bear“ gekennzeichnet.

Der Preis eines Knock-out-Produktes (Call) mit unbegrenzter Laufzeit entspricht nahezu immer dem Inneren Wert. Knock-outs sind zudem mit einem Bezugsverhältnis ausgestattet, um sie preiswerter darzustellen und sie dadurch für eine größere Anzahl von Anlegern zugänglich zu machen. Ist dieses beispielsweise 10:1, bildet das Produkt jeweils ein Zehntel seines Basiswertes ab. Zusätzlich zum inneren Wert müssen Sie übrigens meist noch die anfallenden Finanzierungskosten bezahlen. Dies nennt man Aufgeld.

KO-Produkte sind die meistgehandelten verbrieften Derivate an der Börse Stuttgart. Insgesamt 26 Emittenten bieten hunderttausende unterschiedliche Knock-outs an – sowohl mit unbegrenzter Laufzeit als auch mit fester Fälligkeit. Sie können diese börsentäglich von 8 bis 22 Uhr bei uns handeln. So ist es möglich, auch auf Börsen in den USA und Asien zu reagieren.