Anleihen handeln: Geld geben & Zinsen bekommen

Erwirtschaften Sie regelmäßige Zinszahlungen und erhalten Sie am Ende der Laufzeit Ihr Kapital zurück. Wir erklären, wie Sie in Anleihen investieren können und mit welchen Strategien Sie ein ausgewogenes und renditestarkes Portfolio aufbauen können.

Lesen Sie weiter und tauchen Sie ein in die Welt der festverzinslichen Wertpapiere! 

 

Inhaltsverzeichnis:
 

 

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Auf einen Blick: 3 Gründe für Anleihen

  1. Sie leihen Unternehmen oder ganzen Staaten Geld – und erhalten dafür Zinsen. 

  1. Sie haben ein Recht auf Rückzahlung oder können die Anleihe vor Ende der Laufzeit flexibel veräußern. 

  1. Die Börse Stuttgart bietet Ihnen als Marktführer im börslichen Handel mit Anleihen beste Konditionen. 

Was sind Anleihen?

Anleihen sind neben Aktien die zweite große und bekannte Wertpapierklasse – viel gemeinsam haben sie jedoch nicht. Beim Kauf einer Anleihe gewähren Sie einem Unternehmen oder einem Staat quasi einen Kredit. Im Gegenzug erhalten Sie entweder einen festen oder einen variablen Zins und am Laufzeitende den Nennwert der Anleihe zurück. Emittenten – also Herausgeber von Anleihen – können zum Beispiel Staaten, staatsnahe Institutionen oder Unternehmen sein. Und nicht wundern: Der aktuelle Kurs einer Anleihe an der Börse wird in Prozent des Nennwerts angegeben, nicht in Euro. 

Achtung:  Der Handel mit Anleihen ist mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Durch marktübliche Kursschwankungen können Kursverluste entstehen. Durch eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit des Emittenten kann es in Ausnahmefällen zum Ausbleiben von Zinszahlungen bis hin zu einem Totalverlust durch die ausbleibende Rückzahlung kommen. Darüber hinaus haben Zinsänderungen durch Notenbanken Auswirkung auf den Verlauf von Anleihen. 

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Gewinner & Verlierer

Wichtige Merkmale einer Anleihe

Vor dem Kauf einer Anleihe müssen Sie sich entscheiden, wie das Wertpapier ausgestaltet sein soll. Beachten sie dabei folgende Merkmale: 

  • Im Kupon wird die Höhe des Zinses festgeschrieben. Die Zahlung erfolgt in der Regel jährlich und kann entweder fix sein oder im Zeitverlauf variieren.
     

  • Der Nennwert ist die festgelegte Höhe der Forderung, die am Laufzeitende vollständig zurückgezahlt wird.
     

  • Wann eine Anleihe fällig wird und Sie Ihr Geld zurückerhalten, hängt von der Laufzeit ab. Je nach Dauer unterscheidet man zwischen Kurz- und Langläufern. Aber keine Sorge: Verkaufen können Sie Anleihen jederzeit über die Börse Stuttgart. 

  • Die kleinste handelbare Einheit einer Anleihe beträgt in der Regel 1.000 Euro. Die Mindeststückelung kann aber beispielsweise auch bei 10.000 oder 100.000 Euro liegen. 

Welche Arten von Anleihen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von Anleihearten, die sich in Bezug auf Emittenten, Laufzeiten, Risiko und andere Faktoren unterscheiden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Arten kurz vor: 

 

  • Beschreibung: Werden von nationalen Regierungen ausgegeben. 

  • Beispiele: US-Treasuries, deutsche Bundesanleihen. 

  • Merkmale: Hohe Sicherheit, da viele Staaten über eine gute Bonität verfügen.
     

  • Beschreibung: Werden von Unternehmen ausgegeben. 

  • Beispiel: Anleihen von Großunternehmen wie Apple oder Volkswagen. 

  • Merkmale: Höhere Rendite als Staatsanleihen, aber auch höheres Risiko.
     

Kommunalanleihen (Municipal Bonds): 

  • Beschreibung: Werden von lokalen Regierungen oder Gemeinden ausgegeben. 

  • Beispiel: Anleihen zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Städten. 

  • Merkmale: Steuerliche Vorteile in einigen Ländern. 

Hochzinsanleihen (High-Yield Bonds): 

  • Beschreibung: Unternehmensanleihen mit niedrigerer Bonität. 

  • Beispiel: Anleihen von Unternehmen mit hohem Ausfallrisiko. 

  • Merkmale: Hohe Renditen, aber hohes Risiko. 

Inflationsgeschützte Anleihen (Inflation-Linked Bonds): 

  • Beschreibung: Anleihen, deren Rückzahlung und Zinsen an die Inflationsrate gekoppelt sind. 

  • Beispiel: TIPS (Treasury Inflation-Protected Securities) in den USA. 

  • Merkmale: Schutz vor Inflation.

Nullkuponanleihen (Zero-Kupon Bonds): 

  • Beschreibung: Der Preis bei Emissionen ist niedriger als der Nennwert, die Differenz ist die Rendite.

  • Beispiel: Anleihen, die zum Kaufzeitpunkt mit einem Abschlag verkauft werden und bei Fälligkeit zum Nennwert zurückgezahlt werden. 

  • Merkmale: Keine regelmäßigen Erträge, aber fester Rückzahlungsbetrag. 

Wandelanleihen (Convertible Bonds): 

  • Beschreibung: Anleihen, die unter vorab festgelegten Bedigungen in Aktien des Emittenten umgewandelt werden können. 

  • Beispiel: Unternehmensanleihen mit Umwandlungsoption. 

  • Merkmale: Kombination von festverzinslichem Ertrag und Aktienbeteiligung. 

Nachrangige Anleihen (Subordinated Bonds): 

  • Beschreibung: Anleihen, die im Liquidationsfall nachrangig gegenüber anderen Schulden bedient werden. 

  • Beispiel: Mezzanine-Finanzierungen. 

  • Merkmale: Höhere Renditen, höheres Risiko. 

Schwellenländeranleihen (Emerging Market Bonds): 

  • Beschreibung: Anleihen von Regierungen oder Unternehmen aus Schwellenländern. 

  • Beispiel: Anleihen von Ländern wie Brasilien oder Indien. 

  • Merkmale: Hohe Renditen, aber auch hohe politische und wirtschaftliche Risiken. 

Grüne Anleihen (Green Bonds): 

  • Beschreibung: Anleihen, die der Finanzierung umweltfreundlicher Projekte dienen. 

  • Beispiel: Anleihen zur Finanzierung von erneuerbaren Energien oder nachhaltigen Gebäuden. 

  • Merkmale: Umweltbewusste Investition, wachsender Markt. 

 

Was unterscheidet Anleihen von Aktien?

Anleihen und Aktien sind zwei grundlegend verschiedene Anlageformen, die unterschiedliche Eigenschaften, Vorteile und Risiken mit sich bringen. Hier sind die wichtigsten Unterschiede: 

Alle Unterschiede von Anleihen und Aktien auf einen Blick

Eigenschaft 

Anleihen 

Aktien 

Eigentum 

Nein 

Ja 

Erträge 

Feste Zinsen 

Dividenden, Kursgewinne 

Risiko 

Niedriger 

Höher 

Rendite 

Stabil, niedriger 

Variabel, potenziell höher 

Laufzeit 

Feste Laufzeit 

Unbegrenzt 

Rechte 

Keine Stimmrechte 

Stimmrechte 

Zinseinfluss 

Direkt 

Indirekt 

Steuern 

Zinsbesteuerung 

Dividenden- und Kursgewinnbesteuerung 

Aktienanleihen: Hybrid zwischen Aktie und Anleihe

Aktienanleihen sind hybride Finanzinstrumente, die Eigenschaften von Anleihen und Aktien kombinieren. Sie bieten feste Zinszahlungen wie herkömmliche Anleihen, haben jedoch eine Rückzahlungsstruktur, die an die Kursentwicklung einer bestimmten Aktie gekoppelt ist 

Aktienanleihen sind damit eine interessante Anlageoption für Anleger, die höhere Zinsen suchen und bereit sind, ein begrenztes Aktienkursrisiko einzugehen.  

Was sind die Vor- und Nachteile von Anleihen?

Anleihen haben sowohl Vor- als auch Nachteile für Investoren, die je nach den spezifischen Zielen und der Risikobereitschaft des Anlegers gegeneinander abgewogen werden müssen. Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Anleihen: 

Vorteile von Anleihen
 

  • Stabile und vorhersehbare Erträge: Anleihen bieten regelmäßige Zinszahlungen (Kupons), die eine verlässliche Einnahmequelle darstellen.
     

  • Rückzahlung des Nennwerts: Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger den Nennwert der Anleihe zurück, was Planungssicherheit bietet. 

  • Geringeres Risiko: Im Vergleich zu Aktien gelten Anleihen als risikoärmer, insbesondere Staatsanleihen von stabilen Regierungen. 

  • Diversifikation: Anleihen tragen zur Diversifikation eines Anlageportfolios bei, was das Gesamtrisiko reduziert. 

  • Inflationsschutz (bei inflationsgeschützten Anleihen): Inflationsgeschützte Anleihen (z. B. TIPS) bieten Schutz vor Inflationsrisiken, da Zinsen und Rückzahlungen an die Inflationsrate gekoppelt sind. 

  • Steuerliche Vorteile: In einigen Ländern sind die Zinsen bestimmter Anleihenarten (z. B. Kommunalanleihen) steuerfrei. 

  • Liquidität: Viele Anleihen sind relativ liquide und können auf dem Sekundärmarkt gekauft und verkauft werden. 

 

Nachteile von Anleihen 

  • Niedrigere Renditen: Anleihen bieten in der Regel niedrigere Renditen im Vergleich zu Aktien, insbesondere bei Staatsanleihen mit hoher Bonität.
     

  • Zinsänderungsrisiko: Steigende Zinssätze führen zu fallenden Anleihepreisen, was für Anleger, die ihre Anleihen vor Fälligkeit verkaufen möchten, zu Kursverlusten führen kann. 

  • Kreditrisiko: Es besteht das Risiko, dass der Emittent die Zinszahlungen oder die Rückzahlung des Nennwerts nicht leisten kann (Bonitätsrisiko). Dieses Risiko ist bei Unternehmens- und Hochzinsanleihen höher. 

  • Inflationsrisiko: Bei festverzinslichen Anleihen besteht das Risiko, dass die reale Rendite durch die Inflation gemindert wird. 

  • Liquiditätsrisiko: Einige Anleihen, insbesondere von kleineren Emittenten, können weniger liquide sein, was den Verkauf erschwert.
     

  • Wiederanlagerisiko: Bei sinkenden Zinssätzen müssen Anleger, deren Anleihen fällig werden oder die Kuponzahlungen erhalten, diese möglicherweise zu niedrigeren Zinssätzen wieder anlegen. 

Fazit: Risiko abwägen und richtigen Handelsplatz wählen 

Anleihen sind ein wichtiges Instrument in der Finanzwelt und bieten viele Vorteile, insbesondere für risikoaverse Anleger. Es ist jedoch wichtig, dass Sie die potenziellen Nachteile und Risiken verstehen, um fundierte Anlageentscheidungen treffen zu können.
 
 

Dabei kommt es auch auf den richtigen Handelsplatz an. Wählen Sie die Börse Stuttgart mit umfassender Erfahrung im Handel dieser Wertpapierklasse
 

Am Kapitalmarkt gilt die Regel: Je höher das Risiko, desto höher der mögliche Gewinn. Übertragen auf Anleihen heißt das: Je zahlungsschwächer der Emittent, desto höher die mögliche Rendite. Sie sollten daher nicht nur auf die Höhe der Zinsen schauen, sondern auch überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie neben den Zinsen am Ende der Laufzeit Ihr angelegtes Kapital zurückerhalten. 

  Mehr über Ratings 

 

Wie können Anleger in Anleihen investieren?

Sie können auf verschiedene Weisen Anleihen handeln, je nach Ihren Präferenzen und Anlagezielen.

Anleihen handeln wie die Profis: So geht’s

Anleihen sind zwar nicht so liquide wie andere Wertpapiere. Unsere Handelsexperten machen es jedoch möglich, dass Sie Anleihen zu einem marktgerechten Preis und in der gewünschten Nominale handeln können. Erstens bündeln sie die eingehenden Aufträge der Anleger. Zweitens sind sie am Finanzmarkt hervorragend vernetzt und können Liquidität aus dem professionellen Handel heranziehen. Und drittens stellen sie selbst zusätzliche Liquidität bereit. Dabei gehen sie kurzfristig und in begrenztem Umfang eigene Positionen ein, wenn bei einer Kundenorder keine passende Gegenpartei vorhanden ist.
 
 

Kurzum: An der Börse Stuttgart können Sie Anleihen zu Konditionen kaufen und verkaufen, die sonst nur für Anlageprofis vorbehalten sind. 
 
Genau deshalb sind wir heute Marktführer im börslichen Handel und der größte Börsenplatz für Anleihen in Deutschland. Als Anleger steht Ihnen eine große Auswahlan Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und weiteren Anleihen zur Verfügung. Dabei können Sie die Zinspapiere von 8 bis 18 Uhr nicht nur in der Mindeststückelung oder einem Vielfachen davon handeln, sondern Ihr Ordervolumen auch in kleinen Schritten anpassen (Inkrementehandel). 

Finden Sie die passende Anleihe ganz einfach über den Anleihen-Finder. 

Neuemissionen & Neueinführungen

Für viele Anleger sind insbesondere Neuemissionen und Neueinführungen im Anleihenbereich relevant. Neu emittierte Anleihen werden zum Emissionszeitpunkt neu an den Markt gebracht. Neu eingeführte Anleihen hingegen sind bereits emittiert und werden nun neu in den Handel an der Börse Stuttgart aufgenommen. 

Hier finden Sie eine Liste der Neuemissionen und Neueinführungen 

Anleihen-Finder: So funktioniert er

Die passende Anleihe finden Sie mit Hilfe unseres Anleihen-Finders, bei dem Sie beispielsweise Anleihentyp, Emittent oder Fälligkeit angeben und auf diese Weise alle Anleihen filtern. 

Diese Filteroptionen sind bei der Suche nach Anleihen die wichtigsten: 

  • Typ: Die meisten Anleger starten mit Auswahl des Anleihentyps. Dazu klicken Sie im Anleihen-Finder auf „Typ“ und wählen den gewünschten Typ aus. Mehrfachnennungen sind möglich. Danach bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Klick auf „Anwenden“. 

  • Subtyp:Hier können Sie den Anleihentyp weiter präzisieren und beispielsweise für Unternehmensanleihe die gewünschte Branche angeben. Hier sind ebenfalls Mehrfachnennungen möglich. 

  • Emittent:Sie wissen bereits, von welchem Emittenten Sie Anleihen suchen? Dann können Sie die Schritte „Typ“ und „Subtyp“ überspringen. In diesem Fall geben Sie bei „Emittent“ den Namen als Begriff ein, klicken nach erfolgreicher Suche auf den Namen und bestätigen durch „Anwenden“. 

  • Fälligkeit und Rendite:Diese zwei Kriterien werden gerne zur Einengung der Suchergebnisse genutzt. Sie können über den Kalender bzw. den Schieberegler Ihre Auswahl treffen. Es ist aber auch möglich, die Datenfelder manuell zu beschreiben. 

  • Währung:Hier können Sie die gewünschte Währung für die gesuchte Anleihe auswählen. Tipp: Mit FXplus können Sie Anleihen, die in fremder Währung denominiert sind, fortlaufend handeln. 

  • Für Privatanleger vsl. handelbar:Über diesen Punkt können Anleihen gewählt werden, die speziell für Privatanleger zum Handel verfügbar sind. 

  • Zusätzliche Filter:Hier können Sie unter anderem „Rating“ und „Zinssatz“ als Kriterium hinzuwählen, um Ihre Suche zu vervollständigen. 

Nicht vergessen: Bestätigen Sie jede Spezifikation mit „Anwenden“. Prüfen bzw. löschen Sie in der Übersicht im grauen Kasten Ihre aktuelle Auswahl. 

Häufige Fragen zu Anleihen

Was sind Anleihen? 

Anleihen stellen neben Aktien die zweite große und bekannte Wertpapierklasse dar, unterscheiden sich jedoch grundlegend von diesen. Beim Kauf einer Anleihe gewähren Sie einem Unternehmen oder einem Staat quasi einen Kredit. Im Gegenzug erhalten Sie entweder einen festen oder variablen Zins und am Ende der Laufzeit den Nennwert der Anleihe zurück. Emittenten, also Herausgeber von Anleihen, können Staaten, staatsnahe Institutionen oder Unternehmen sein. 

Welche Arten von Anleihen gibt es? 

Es gibt verschiedene Arten von Anleihen, die sich in Bezug auf Emittenten, Laufzeiten, Risiko und andere Merkmale unterscheiden. Hier sind die wichtigsten Anleihearten: 

  • Staatsanleihen (Government Bonds) 

  • Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) 

  • Kommunalanleihen (Municipal Bonds) 

  • Hochzinsanleihen (High-Yield Bonds) 

  • Inflationsgeschützte Anleihen (Inflation-Linked Bonds) 

  • Nullkuponanleihen (Zero-Coupon Bonds) 

  • Wandelanleihen (Convertible Bonds) 

  • Nachrangige Anleihen (Subordinated Bonds) 

  • Schwellenländeranleihen (Emerging Market Bonds) 

  • Grüne Anleihen (Green Bonds) 

Wie und wo können Anleger Anleihen kaufen? 

Anleger können Anleihen auf verschiedene Weise erwerben: 

  • Direktkauf bei der Emission vom Emittenten oder auf dem Sekundärmarkt über Börsen und OTC-Plattformen 

  • Online-Broker 

  • Banken und traditionelle Broker 

  • Investmentfonds und ETFs 

  • Sparpläne und Festgeldanlagen 

Jede Methode hat ihre eigenen Vorteile und eignet sich für verschiedene Anlegertypen. 

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Geben und Nehmen


Anleihen 
sind neben Aktien die zweite große und bekannte Wertpapierklasse – gemeinsam haben beide jedoch nicht viel. Beim Kauf einer Anleihe gewähren Sie einem Unternehmen oder einem Staat quasi einen Kredit. Im Gegenzug erhalten Sie entweder einen festen oder einen variablen Zins und am Laufzeitende den Nennwert der Anleihe zurück. Emittenten – also Herausgeber von Anleihen – können zum Beispiel Staaten, staatsnahe Institutionen oder Unternehmen sein. Und nicht wundern: Der aktuelle Kurs einer Anleihe an der Börse wird in Prozent des Nennwerts angegeben, nicht in Euro.


Vor dem Kauf einer Anleihe müssen Sie sich entscheiden, wie das Wertpapier ausgestaltet sein soll. Folgende Merkmale gilt es zu beachten:

  • Im Kupon wird die Höhe des Zinses festgeschrieben. Die Zahlung erfolgt in der Regel jährlich und kann entweder fix sein oder im Zeitverlauf variieren.

  • Der Nennwert ist die festgelegte Höhe der Forderung, die am Laufzeitende vollständig zurückgezahlt wird.

  • Wann eine Anleihe fällig wird und Sie Ihr Geld zurückerhalten, hängt von der Laufzeit ab. Je nach Dauer unterscheidet man zwischen Kurz- und Langläufern. Aber keine Sorge: Verkaufen können Sie Anleihen jederzeit über die Börse Stuttgart.

  • Die kleinste handelbare Einheit einer Anleihe beträgt in der Regel 1.000 Euro. Die Mindeststückelung kann aber beispielsweise auch bei 10.000 oder 100.000 Euro liegen
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FAQ

Mit Anleihen-ETFs bei steigenden Zinsen profitieren? Ob das eine gute Idee ist, verrät Ihnen Richy im YouTube-Video!
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Häufigste Trades

Wie sicher sind Anleihen?

Am Kapitalmarkt gilt die Regel: Je höher das Risiko, desto größer der mögliche Gewinn. Auf Anleihen übertragen heißt das: Je zahlungsschwächer der Emittent, desto größer die mögliche Rendite. Sie sollten daher nicht nur auf die Höhe der Zinsen schauen, sondern auch überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie neben den Zinsen am Ende der Laufzeit Ihr angelegtes Kapital wiederbekommen.

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Was Ratings bedeuten

Anleihen handeln wie die Profis


Zwar sind Anleihen nicht so liquide wie andere Wertpapiere. Unsere Handelsexperten machen es jedoch möglich, dass Sie Anleihen zu einem marktgerechten Preis in der gewünschten Nominale handeln können. Erstens bündeln sie die eingehenden Aufträge der Anleger. Zweitens sind sie am Finanzmarkt hervorragend vernetzt und können Liquidität aus dem professionellen Handel heranziehen. Und drittens spenden sie selbst zusätzliche Liquidität. Dabei gehen sie kurzfristig und in begrenztem Umfang eigene Positionen ein, wenn bei einer Kundenorder keine passende Gegenpartei vorhanden ist. Kurzum: An der Börse Stuttgart können Sie Anleihen zu Konditionen kaufen und verkaufen, die ansonsten nur für Investmentprofis gelten.


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Neuemissionen & Neueinführungen


Für viele Anleger sind besondere Neuemissionen und Neueinführungen im Anleihenbereich relevant. Neu emittierte Anleihen werden zum Emissionszeitpunkt neu an den Markt gebracht. Neu eingeführte Anleihen hingegen sind bereits emittiert und werden nun neu in den Handel an der Börse Stuttgart aufgenommen.


► Hier finden Sie eine Liste der Neuemissionen und Neueinführungen

Anleihen-Finder: So funktioniert er


Die passende Anleihe finden Sie mit Hilfe unseres Anleihen-Finders, bei dem Sie beispielsweise AnleihentypEmittent oder Fälligkeit angeben und auf diese Weise alle Anleihen filtern.
Diese Filteroptionen sind die wichtigsten, wenn Sie eine Anleihe suchen:

  • Typ: Die meisten Anleger starten mit Auswahl des Anleihentyps. Dazu klicken Sie im Anleihen-Finder auf „Typ“ und wählen den gewünschten Typ aus. Mehrfachnennungen sind möglich. Danach bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Klick auf „Anwenden“.
  • Subtyp: Hier können Sie den Anleihentyp weiter präzisieren und beispielsweise für Unternehmensanleihe die gewünschte Branche angeben. Hier sind ebenfalls Mehrfachnennungen möglich.
  • Emittent: Sie wissen bereits, von welchem Emittenten Sie Anleihen suchen? Dann können Sie die Schritte „Typ“ und „Subtyp“ überspringen. In diesem Fall geben Sie bei „Emittent“ den Namen als Begriff ein, klicken nach erfolgreicher Suche auf den Namen und bestätigen durch „Anwenden“.
  • Fälligkeit und Rendite: Diese zwei Kriterien werden gerne zur Einengung der Suchergebnisse genutzt. Sie können über den Kalender bzw. den Schieberegler Ihre Auswahl treffen. Es ist aber auch möglich, die Datenfelder manuell zu beschreiben.
  • Währung: Hier können Sie die gewünschte Währung für die gesuchte Anleihe auswählen.
  • Für Privatanleger vsl. handelbar: Über diesen Punkt können Anleihen gewählt werden, die speziell für Privatanleger zum Handel verfügbar sind.
  • Zusätzliche Filter: Hier können Sie unter anderem „Rating“ und „Zinssatz“ als Kriterium hinzuwählen, um Ihre Suche zu vervollständigen.


Nicht vergessen: Bestätigen Sie jede Spezifikation mit „Anwenden“. Prüfen bzw. löschen Sie in der Übersicht im grauen Kasten Ihre aktuelle Auswahl.


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