Finanznachrichten

Deutsche Börse trennt sich von oberstem Risikomanager - Zeitung

13.08.2017 - 16:49 Uhr


FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse hat sich laut einem Zeitungsbericht von ihrem obersten Risikomanager Marcus Thompson getrennt. Außerdem wolle das Unternehmen seine Compliance-Abteilung nach zahlreichen Pannen in der Affäre um umstrittene Aktienkäufe von Vorstandschef Carsten Kengeter umbauen, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Wir müssen sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Zeitung.

Ein Sprecher der Deutschen Börse wollte den Bericht auf Nachfrage von Dow Jones Newswires nicht kommentieren.

Die Position des Chief Risk Officers, die Thompson bis vor kurzem innehatte, werde bei der Deutschen Börse wegen der steigenden Bedeutung von Clearinghäusern immer wichtiger, schreibt das Handelsblatt. Das Unternehmen wolle mit dieser Aufgabe Insidern zufolge künftig jemand andern betrauen.

Nach Thompson werde Ende des Jahres auch Vorstand Jeffrey Tessler das Unternehmen verlassen. Der Amerikaner, der am Donnerstag 63 wird, ist für das Derivate-, Abwicklungs- und Wertpapierverwahrgeschäft zuständig. Die Konzerninsider gehen laut der Zeitung davon ab, dass die Zuständigkeiten von Tessler auf mehrere Schultern verteilt werden. Auf einen neuen Vertrag hoffen könne dagegen Vize-Chef Andreas Preuß. Der Kontrakt des 61-Jährigen, der Ende Mai endet, würde gemäß den Börsen-Regeln um ein Jahr verlängert.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha

(END) Dow Jones Newswires

August 13, 2017 10:49 ET (14:49 GMT)

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