Finanznachrichten

MÄRKTE EUROPA/Zur Eröffnung geht es leicht nach unten

13.09.2017 - 09:48 Uhr


Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem kräftigen Aufschwung seit Wochenbeginn geben die Notierungen an Europas Börsen im frühen Handel am Mittwoch leicht nach. DAX & Co profitieren damit nicht von der Party-Stimmung an der Wall Street. Dort schlossen die Indizes auf neuen Rekordständen. Den Grund lieferte unter anderem US-Finanzminister Steven Mnuchin, der bekräftigte, dass die Steuerreform noch vor dem Jahresende beschlossen werden soll. Der DAX gibt im frühen Geschäft 0,2 Prozent auf 12.502 Punkte nach, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,1 Prozent auf 3.508 Zähler nach unten.

Am Devisenmarkt notiert der Euro am Morgen wenig verändert bei 1,1984 Dollar. Im Blick steht die Bekanntgabe der US-Erzeugerpreise am Nachmittag für den Monat August. Analysten rechnen mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Kernrate soll um 0,2 Prozent anziehen. Verschiedene Fed-Mitglieder haben sich in den vergangenen Wochen immer wieder besorgt wegen der niedrigen Inflationsentwicklung geäußert, die einer Normalisierung der Zinspolitik entgegensteht. Am Donnerstag stehen die noch wichtigeren Konsumentenpreise zur Veröffentlichung an.

Bayer trennt sich von weiteren Covestro-Teilen

Bayer hat die Beteiligung an der Kunststoffsparte Covestro weiter reduziert und damit rund 1,2 Milliarden Euro erlöst. Der direkte Anteil sinkt von 40,9 Prozent auf 31,5 Prozent. Insgesamt hat Bayer 19 Millionen Aktien zum Preis von 63,25 Euro je Stück an institutionelle Investoren abgegeben. Bayer will sich mittelfristig vollständig von der Beteiligung trennen. Wie die DZ-Bank anmerkt, spricht der Abschlag von nicht einmal 4 Prozent für eine gesunde Nachfrage. Bayer wolle die Mittel teilweise zur Finanzierung der Monsanto-Übernahme verwenden. Covestro gewinnen 1,7 Prozent auf 66,79 Euro, Bayer verlieren 0,7 Prozent.

"Sell on News", sagt ein Marktteilnehmer zu Apple. "Das neue iPhone X kommt erst am 1. November und ist vergleichsweise teuer. Damit dürften die Schätzungen erst einmal runtergenommen werden", meint er. Eine Apple-Schwäche könnte sich auch auf Zulieferer wie Dialog ausdehnen. Die Apple-Aktie schloss an Wall Street mit einem Minus von 0,6 Prozent. In Asien standen einige Zulieferer deutlich unter Druck. "Vermutlich sind aber auch diese Gewinnmitnahmen nur temporärer Natur", so der Marktteilnehmer. Die "Fan-Gemeinde" könnte den Kurs über hohe Bestellungen und Vorbestellungen schnell wieder nach oben treiben. Dialog verlieren 1,7 Prozent.

Die drei deutschen Automobilaktien Daimler, Volkswagen und BMW liegen im frühen Geschäft alle leicht im Plus. "Die Stimmung profitiert weiterhin von der IAA", sagt ein Händler. Im Vorfeld hätten die drei Titel ihre Abwärtstrends beendet und dynamisch nach oben gedreht. "Die Erholung sollte sich nun bei allen drei Titeln fortsetzen", sagt er.

JP-Morgan-Chef Dimon warnt vor Bitcoin

Die Warnung vor Bitcoin durch Jamie Dimon dürfte die Kurse von Unternehmen wie Bitcoin Group stark beeinflussen. Der Chef von JP Morgan hat die Kryptowährung als "Betrug" bezeichnet und ihren Crash vorausgesagt. "Die Volatilität in den von Bitcoin abhängigen Unternehmen dürfte nun noch einmal stark zunehmen", sagt ein Händler. Betroffen seien voraussichtlich auch FinLab, die sich zuletzt an der Bitcoin-Handelsplattform Vaultoro beteiligt hatte. Finlab verlieren 5 Prozent. Bitcoin Group steigen um 1,9 Prozent - der Aktienkurs hat sich allerdings in den vergangenen Tagen bereits in etwa halbiert.

=== 
INDEX               zuletzt         +/- %         absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      3.507,81         -0,14           -4,75           6,60 
Stoxx-50           3.091,58         -0,40          -12,52           2,69 
DAX               12.502,48         -0,18          -22,29           8,90 
MDAX              25.300,60         -0,04           -9,97          14,02 
TecDAX             2.350,11         -0,53          -12,58          29,72 
SDAX              11.674,95         -0,14          -15,79          22,64 
FTSE               7.340,20         -0,82          -60,49           2,76 
CAC                5.201,56         -0,14           -7,45           6,98 
Bund-Future         161,99%                          0,07           1,18 
 
DEVISEN             zuletzt         +/- %    Mi, 8:33 Uhr  Di, 17.15 Uhr   % YTD 
EUR/USD              1,1988        +0,04%          1,1983         1,1956  +14,0% 
EUR/JPY              131,77        -0,13%          131,94         131,47   +7,2% 
EUR/CHF              1,1495        -0,12%          1,1509         1,1455   +7,3% 
EUR/GBP              0,8994        -0,08%          0,9002         1,1098   +5,5% 
USD/JPY              109,93        -0,16%          110,11         109,98   -6,0% 
GBP/USD              1,3324        +0,09%          1,3312         1,3268   +8,0% 
 
ROHÖL               zuletzt     VT-Settl.           +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex             48,23         48,23              0%           0,00  -15,4% 
Brent/ICE             54,15         54,27           -0,2%          -0,12   -7,8% 
 
METALLE             zuletzt        Vortag           +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)        1.332,18      1.331,94           +0,0%          +0,24  +15,7% 
Silber (Spot)         17,90         17,90           -0,0%          -0,00  +12,4% 
Platin (Spot)        985,30        989,00           -0,4%          -3,70   +9,0% 
Kupfer-Future          2,99          3,02           -0,7%          -0,02  +18,7% 
===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 13, 2017 03:48 ET (07:48 GMT)

© 2017 Dow Jones & Company, Inc.

Weiterführende Inhalte

Weiterführende Inhalte