Direkt vom Parkett

Egal ob DAX oder Dow Jones: In unserem Aktien weekly erfahren Sie, welche Werte im Fokus unserer Anleger stehen – informativ & auf den Punkt.

Deutschland
Während Anleger auf den Start des neuen DAX 40 warten, kommt der Leitindex dieser Tage nicht vom Fleck. ► Mehr erfahren

Internationale Aktienmärkte
In den USA geht weiter ein Gespenst um – und vor allem eine Branche steht weiter im Fokus. ► Mehr erfahren

Spezialeinblick
Im Übernahmepoker um die Deutsche Wohnen macht Vonovia nun Ernst – und wird den Konkurrenten im dritten Versuch wohl endgültig übernehmen.
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Im Fokus: Deutschland

DAX

Im DAX scheint die Luft vorerst raus zu sein: Der Leitindex kommt in dieser Handelswoche nicht recht vom Fleck und notiert bei rund 15.700 Punkten. Für Aufsehen sorgten zu Beginn der Handelswoche vor allem die Immobilien-Konzerne Vonovia und Deutsche Wohnen, die einer Einigung nun so nahe wie noch nie stehen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Spezialeinblick.
Ab kommenden Montag ist es dann endlich soweit und der DAX wird erstmals in seiner Geschichte mit 40 Werten gehandelt.

Auch bei Einzelwerten gab es spannende Entwicklungen:

Der meistgehandelte Wert in dieser Handelswoche ist die Daimler AG. Für die Aktie des Stuttgarter Automobilherstellers geht es in einem schwachen Gesamtmarkt immerhin um rund 6% bergauf. Der Konzern bereitet sich weiter auf den Börsengang seiner LKW-Sparte vor und stellte dieser Tage auch die personellen Weichen dafür. So soll der bisherige Asien-Chef von Mercedes Benz, Karl Deppen, zukünftig die Geschäfte rund um die Daimler-Nutzfahrzeuge leiten. Über die weitere Vorgehensweise sollen die Daimler-Aktionäre im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung am 1. Oktober entscheiden.

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Mit einem leichten Minus von rund 2% beendet hingegen die Allianz-Aktie ihre Handelswoche. Der Versicherer hat weiterhin mit Rechtsstreitigkeiten in den USA aufgrund einiger Geschäfte der Fonds-Tochter „Allianz Global Investors“ zu kämpfen. Gestern wurde indes publik, dass der Versicherer sich im Bereich der Software-Lösungen verstärkt und die Mehrheit an der Firma GT Motive übernimmt. Damit verstärkt sich der Konzern im Sachversicherungsbereich, um Versicherungsansprüche zukünftig effizienter managen zu können.
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Die 10 meistgehandelten Inlandsaktien

Rang Aktie WKN Preisfeststellungen*
1 Daimler AG 710000 668
2 Allianz SE 840400 584
3 Siemens Energy AG ENER6Y 523
4 Bayer AG BAY001 514
5 BASF SE BASF11 486
6 Deutsche Telekom AG 555750 452
7 Infineon Technologies AG 623100 445
8 Varta AG A0TGJ5
419
9 Deutsche Lufthansa AG 823212 419
10 SAP SE 716460 399
* gemessen an der Anzahl der Preisstellungen im Zeitraum vom 9. September bis zum 15. September 2021 an der Börse Stuttgart
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Häufigste Trades

Im Fokus: Aktienmärkte International

USA

Auch in den USA tun sich die Aktienmärkte aktuell schwer neue Hochs anzulaufen. Grund dafür ist Marktbeobachtern zufolge eine mögliche konjunkturelle Überhitzung. Sichtbar ist dies vor allem an der Inflationsrate, die auch im August bei 5,3% lag und damit den Vormonat nur leicht unterschritt. Nun sei Experten zufolge die FED gefordert, eine mögliche galoppierende Inflation zu verhindern. Die ultra-lockere Geldpolitik sei nach dem spürbaren Aufschwung der US-Wirtschaft nicht mehr nötig – die geplanten Tapering-Maßnahmen könnten somit die richtige Lösung sein. Wie die Märkte auf die nächsten Schritte der FED reagieren, werden die nächsten Wochen zeigen.

Interessante Entwicklungen im Detail:

Weiterhin äußerst rege gehandelt auf dem Stuttgarter Börsenparkett werden aktuell die Papiere der Impfstoff-Konzerne BioNTech, Valneva und CureVac. Während Valneva einen Auftrag der britischen Regierung zu Wochenbeginn verlor, brach die Aktie um zeitweise über 30% ein. Auf Wochensicht steht ein Minus von knapp 45% zu Buche. Auch beim Tübinger Unternehmen CureVac wurden dieser Tage aufgrund von nachlassender Nachfrage nach dem CureVac-Impfstoff bestehende Lieferverträge mit Partnern storniert. CureVac-Papiere verloren auf Wochensicht rund 18%.
Nur beim Mainzer Konzern BioNTech gab es in dieser Woche keine Hiobsbotschaften. Folglich notieren die Papiere auf Wochensicht auch solide im Plus bei knapp unter 300 Euro je Anteilsschein.

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An diesem Dienstagabend richteten sich die Blicke vieler Technologie-Fans und Apple-Aktionäre mal wieder nach Cupertino ins Headquarter des Apfel-Konzerns. Dort stellte das Unternehmen in seiner jährlichen Produkt-Präsentation neue iPhone-, iPad- und Apple Watch-Modelle vor. Doch Anleger konnte der Konzern mit den neuen Produkten offensichtlich nicht überzeugen – Apple-Papiere verlieren auf Wochensicht rund 4%.

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Die 10 meistgehandelten Auslandsaktien

Rang Aktie  WKN   Preisfeststellungen* 
1 BioNTech SE (ADRs) A2PSR2 806
2 Valneva SE
A0MVJZ 594
3 CureVac N.V. A2P71U 395
4 Apple Inc. 865985 348
5 Innocan Pharma Corp. A2PSPW
206
6 ASML Holding N.V. A1J4U4 204
7 Gazprom PJSC (ADRs) 903276 197
8 SunHydrogen Inc. A2P662 196
9 Samsung SDI Co. Ltd. (GDRs) 923086 194
10 LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SE 853292 192

* gemessen an der Anzahl der Preisstellungen im Zeitraum vom 9. September bis zum 15. September 2021 an der Börse Stuttgart

Lipkow-Impfstoff-Aktien
Andreas Lipkow von der comdirect spricht über die Impfstoff-Aktien BioNTech und Co.
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Die Vonovia sorgt für klare Verhältnisse und macht den Weg zur Deutsche Wohnen-Übernahme damit wohl frei

Vonovia (WKN A1ML7J) schluckt die Deutsche Wohnen (WKN A0HN5C).

Im dritten Versuch könnte die Übernahme der Deutsche Wohnen durch den Branchen-Primus Vonovia nun endlich über die Bühne gehen.

Nachdem die ersten Übernahmeversuche noch scheiterten, machte die Vonovia-Führung rund um CEO Rolf Buch nun Nägel mit Köpfen und strich die bisher festgelegte Mindestannahmeschwelle von 50% aus dem Übernahmeangebot. So kann die Vonovia den Konkurrenten wohl auch dann übernehmen, wenn es nicht gelingt, 50% der Deutsche Wohnen-Aktionäre zu überzeugen.

Marktbeobachtern zufolge sollte die Vonovia mit diesem Schritt nun endlich für Klarheit gesorgt haben – zumal den Bochumern bereits rund 40% der Deutsche Wohnen-Anteile zugesichert worden sind.

Deutsche Wohnen-Aktionäre sollen demnach mit 53 Euro je Anteilsschein abgefunden werden. Auf dem Berliner Wohnungsmarkt scheinen die beiden Konzerne mit einem Verkauf von Wohnungen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro an das Land Berlin für eine Entspannung der Lage sorgen zu wollen.

Durch die Änderungen beim Übernahmeangebot verlängert sich nun die Annahmefrist vom 20. September zum 4. Oktober. Anfang kommenden Monats sollte es dann also endgültig Klarheit über die weitere Zukunft der beiden Immobilien-Konzerne im DAX geben.

Übrigens: Sollte die Deutsche Wohnen übernommen werden, wird ein weiterer Platz im DAX frei, den einer der größten MDAX-Konzerne einnehmen würde.

Was Kapitalmarktexperte Christian W. Röhl von der Fusion hält und wie er die Lage auf dem Berliner Wohnimmobilienmarkt einschätzt, erfahren Sie in unserem Video.

Hier geht’s zum Interview mit C.W. Röhl

Deutschland | International

Christian W. Röhl über die Mega-Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen
Christian W. Röhl spricht mit Richy über die Immobilien-Fusion sowie den Berliner Wohnungsmarkt